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Diagnostik von Prostatakrebs mit weniger Gewebeproben

10.11.201512:29 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Diagnostik von Prostatakrebs mit weniger Gewebeproben

(openPR) Neue Möglichkeiten durch datenbankgestütztes Ultraschall-Trendmonitoring

In der Prostatadiagnostik rücken neue technische Möglichkeiten in den Fokus: Sie basieren auf Ultraschall-Computertomographie, die in Verbindung mit einer „Artificial Intelligence" (AI) die Daten auswertet und auffällige Areale in der Vorsteherdrüse markiert. So bietet die Weiterentwicklung des etablierten Systems ANNAcTRUS eine longitudinale Auswertung von Veränderungen der Bildinformationsmuster im zeitlichen Verlauf und damit ein Trendmonitoring.



Urologen, die über ein Ultraschallgerät verfügen, das Bilder digital speichern kann, erhalten damit ohne weiteren apparativen Aufwand ein Instrument für individualisierte Medizin mit der Möglichkeit an die Hand, Veränderungen im Verlauf zu beurteilen. Dieses Trendmonitoring von Läsionen in der Prostata bietet sich sowohl zur Früherkennung als auch bei der Verlaufsbeobachtung von Risikopatienten an. Ebenso kann es bei der Therapieoption der aktiven Überwachung von Tumoren eingesetzt werden.

Auch die genuine Hauptfunktion dieses Systems der computergestützten Analyse des transrektalen Ultraschalls (C-TRUS), nämlich krebsverdächtige Areale in der Prostata zu erkennen und für gezielte Biopsien exakt zu lokalisieren, wurde weiter verfeinert. Dies gilt für den Algorithmus, mit dem in den Ultraschall-Bildern nach Mustern gesucht wird, wie auch für seine Einbindung in die artifizielle neuronale Netzwerkanalyse (ANNA). Eine Datenbank mit histopathologisch verifizierten Vergleichen zwischen Ultraschall-Bildern und Präparaten radikaler Prostatektomien bildet die Basis des Systems. Aktuell umfasst die Datenbank mehr als 1000 biometrische Beispiele.

Nach wie vor ist die pathologische Begutachtung von Gewebeproben aus der Prostata das einzige Verfahren für die eindeutige Diagnose eines Prostatakarzinoms. Bei einer Erstbiopsie werden den Leitlinien gemäß 10 bis 12 Proben aus allen Arealen der Prostata genommen. Dagegen erreicht das neue System mit sechs gezielten Probeentnahmen signifikant erhöhte Detektionsraten, wie beim 67. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) in einer Veranstaltung mit Wissenschaftlern sowie klinischen und niedergelassenen Praktikern zu erfahren war. So konnte bei weit über 1000 Patienten auch nach unauffälligen Vorbiopsien ein behandlungsbedürftiger Krebs festgestellt werden. Prospektive nationale und internationale Studien zeigen dies auch für Wiederholungsbiopsien. Für Patienten bedeutet allein die Reduktion der Anzahl von Stanzzylindern neben geringerer Invasivität auch eine Senkung der Infektionswahrscheinlichkeit.

Das neue „US-CT mit AI“-System kann ohne Programminstallationen direkt online über eine browserbasierte Benutzeroberfläche einfach und datensicher genutzt werden. Der Urologe übermittelt seine US-Bilder, deren Auflösung er selbst bestimmt, und erhält sie etwa drei Tage später durch das System analysiert zurück, so Bernd Müller, Leiter des operativen Geschäfts der ANNA/C-TRUS GmbH.

Krebsverdächtige Areale sind in den Bildern farblich markiert und interne Landmarks bieten eine exakte Lokalisation, um direkt über das Ultraschallbild vor Ort gezielte transrektale oder perineale Biopsien vornehmen zu können. Anders als bei einer vom Radiologen durchgeführten Magnetresonanztomographie, der dann in einer zweiten Sitzung die gesteuerte Prostatabiopsie beim Urologen folgt, ist hier keine aufwändige externe Fusion notwendig.

Das System bietet zudem die Möglichkeit, durchgeführte Biopsien nach Lage und Ergebnis zu dokumentieren und sie in spätere neue Analysen einzubeziehen. Die Darstellung und Bewertung von Veränderungen der Bildinformationen und Analyseergebnisse im zeitlichen Verlauf zählen zu den Kernfunktionalitäten des Systems und setzen hohe Maßstäbe in der Unterstützung des Urologen für seine Diagnose- und Therapieempfehlungen. Zugleich ist dieses zukunftsorientierte Online-System kostengünstig: Investitionen für zusätzliche Technik fallen nicht an, abgerechnet wird nach Nutzung (pay per use) - aktuell 450 Euro pro Bildanalyse.

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