(openPR) RADCLIFFE BAILEY | NOTES
Ausstellungseröffnung | Mittwoch, 11. Oktober 2015 | 18 – 21 Uhr
Ausstellung | 12. November – 23. Dezember 2015
Zum Ausklang des ereignisreichen Jahres 2015, freut sich BIG POND ARTWORKS auf ein besonderes Highlight: Die erste Einzelausstellung des renommierten amerikanischen Künstlers Radcliffe Bailey in Deutschland und Europa.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Serie „NOTES“, eine mythische, mit afrikanischen Figurinen erschaffene Welt, dargestellt durch einzelne Charaktere, die über den Ozean reisen und in Amerika ankommen. Die Figurinen, die z.B. aus der kolonialen Sammlung des Königlichen Museums für Zentral-Afrika, den Tervuren (Belgien) oder aus dem Washingtoner
Smithsonian Institute stammen, positioniert Bailey im Zentrum seiner Collagen.
In einer aufgeladenen Bildsprache, die poetische Elemente aus Sozialgeschichte, Mythos und Natur verbindet erschafft der afrikanisch-amerikanische Künstler Radcliffe Bailey Darstellungen aus einer zurückliegenden Kultur der Südstaaten. Seine komplexen Arbeiten entstehen aus einem vielfältigen Repertoire künstlerischer Medien, wie Malerei, Installation, Skulpturen und Collagen. Durch seine deutliche Formensprache gelingt es Bailey sein Publikum in die Geschichte der amerikanischen Subkultur einzubinden und ihre Identität zu benennen. Dabei wählt er bewusst die Form der spannungsgeladenen Erzählung anstatt einer Anklage und erschafft damit eine bunte Bilderwelt.
Mit Symbolen, Gouache, Tinten und Glitzer auf Notenblätter erzählt der Künstler von den Verschleppten und Reisenden, erzeugt durch die Komposition eine Sehnsucht, denn der Blick in die Ferne, den wir in manchen der Collagen finden, erfasst mehr als die Weite einer Reise übers Meer. Seine Malerei zeigt jedoch nicht nur die Furcht und Flucht, sondern erzählt durch die Portraits seiner Vorfahren in Ferrotypien, vom freien Land, von Chancen, Neuanfängen und neuen Identitäten, die sich im Zuge einer Emanzipation herausbilden konnten.
Als Referenz greift Bailey auf Persönlichkeiten der afroamerikanischen Szene und deren Werke zurück. Dabei erforscht er wie Gemeinschaften und deren Individuen für sich ihre eigene Kultur erfinden. Die Einflüsse aus Literatur, Kunst und Musik, Wissenschaft und Kirche (Predigern) wie auch aus der Dub-Poetry nehmen einen Platz in seiner individuellen Formensprache ein. Er selbst ist Teil dieser Subkultur – aus Erfindern, Musikern, Künstlern, Handwerkern und Dichtern – und einer seiner jungen Protagonisten.
Bailey gilt als einer der künstlerischen Protagonisten der amerikanischen Südstaaten und als der wohl bedeutendste zeitgenössische Künstler Atlantas. In 20 Berufsjahren konnte er sich mit mehr als 200 Ausstellungen auf dem internationalen Kunstmarkt und besonders in amerikanischen privaten und öffentlichen Sammlungen bestens positionieren (u.a. Metropolitan Museum, High Museum of Art, Chicago Art Institute, Smithsonian Institute, Deutsche Bank). Dem deutschen Publikum ist sein künstlerisches Schaffen bisher noch weitgehend unbekannt.








