(openPR) Schwerin, 19. Mai 2006 - Weblogs gelten derzeit als eines der großen Themen im Internet. Dabei sind sie in Wirklichkeit nur ein Randgruppen-Phänomen. E-Magazine sind dagegen eine echte Chance, Leser zu erreichen und sogar zahlenden Abonnenten zu gewinnen. Und bislang ist dieser Markt praktisch nicht besetzt.
Einige Beispiele für elektronische Magazine gibt es zwar, aber nur verschwindend wenige. Das berichtet der Journalist und Autor Jan Tißler auf seiner Seite "IONblog". Auktionsideen.de beispielsweise berichtet monatlich über eBay und andere Themen rund um den Online-Handel. Das Magazin erscheint als PDF-Dokument im DIN A4-Format. "Dadurch ist es vor allem zum Ausdrucken gedacht und eignet sich weniger zum Lesen am Bildschirm", sagt Jan Tißler.
Seine persönlichen Favoriten sind hingegen Angebote, die konsequent als Monitor-Magazin veröffentlicht werden. Der Trueffeljaeger und das Metamac Magazin sind da Beispiele. Sie erscheinen im bildschirmgerechten Querformat und erleichtern die Navigation innerhalb der Ausgabe durch Links. Vom Inhaltsverzeichnis zum Artikel ist es nur ein Klick, zurück ebenfalls und ins Internet sowieso. Layout und Schrift sind dabei an die Besonderheiten des Mediums Bildschirm angepasst. Die Textlängen richten sich nach den Lesegewohnheiten jenseits des Papiers. Beide erscheinen ebenfalls im Format PDF.
Einen anderen Ansatz verfolgt das Magazin "Spoonfork". Seine Ausgaben erscheinen direkt online als Flash-Animation. Im Gegensatz zu PDF bietet Flash mehr Möglichkeiten, die Inhalte multimedial und effektvoll in Szene zu setzen. Da sich Spoonfork mit Design und Musik beschäftigt, passe diese technische Lösung, so der Journalist. PDF hat hingegen den Vorteil, dass die einzelnen Ausgaben archiviert werden können. "Bei einer systemweiten Volltextsuche wie bei Mac OS X oder beim kommenden Windows Vista bringt das weitere Vorteile." Auch ältere Artikel sind auf diese Weise leicht zu wiederzufinden.
Da bislang keiner der großen Verlage das Medium E-Magazin für sich entdeckt hat, bietet das Format Chancen für engagierte Quereinsteiger. Und auch Firmen eröffnet es neue Möglichkeiten. Was bislang auf Papier gedruckt wurde, eignet sich oftmals auch fürs Internet: Prospekte, Kataloge und Faltblätter sind da nur einige Beispiele. "Allerdings sollte man nicht den Fehler machen und die Druckvorlagen einfach ins Netz stellen. Erfolg versprechend ist es nur, wenn die spezifischen Stärken und Schwächen des Mediums berücksichtigt werden", sagt Jan Tißler.
Artikel im IONblog zu diesem Thema:
E-Magazine: neue Chancen und Möglichkeiten im Internet
http://blog.internet-optimal-nutzen.de/?p=242
E-Magazine: 5 Fragen an Mario Günther (Auktionsideen.de)
http://blog.internet-optimal-nutzen.de/?p=253
E-Magazine: 5 Fragen an Katja Neumann (Spoonfork)
http://blog.internet-optimal-nutzen.de/?p=254
Über die Seite "Internet optimal nutzen"
Der freie Journalist, Autor, Online-Redakteur und Webmaster Jan Tißler betrachtet mit dem Projekt "Internet optimal nutzen" das Internet aus der Sicht von Unternehmern, Selbstständigen und anderen, die darüber Geld verdienen wollen. Dazu entsteht eine Ratgeber-Reihe aus Taschenbüchern und E-Books und die begleitende Internetseite mit kostenlosen Artikeln, Preisvergleichen, Nachrichten und einigem mehr. Das Projekt startete nach etwa einjähriger Vorbereitungszeit im November 2004. Das erste Buch unter dem Titel "So wird Ihre Homepage erfolgreicher" erschien im März 2005.







