(openPR) Zur Frankfurter Buchmesse wird das satirische Lesebuch "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation" vorgestellt. Die Buchpremiere findet am 9.11. im taz-Café in Berlin statt.
Zehn Monate nach dem Attenat auf die Redaktion von Charlie Hebdo versammeln die Herausgeber Volker Surmann und Heiko Werning Satiren und Reflexionen zum Umgang mit künstlerischer und publizistischer Freiheit.
Buchvorstellungen bei Frankfurter Buchmesse
16.10.2015
16:30 Uhr
Leseinsel der unabhängigen Verlage
Halle 4.1
Stand C37
&
17.10.
18:30 Uhr
Haus am Dom
Spiegelsaal
Domplatz 3
60311 Frankfurt
Buchpremiere
09.11.2015
19 Uhr
taz-Café
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin
Volker Surmann & Heiko Werning (Hrsg.)
"Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Klappenbroschur, 224 S., inkl. einiger S/W-Cartoons
ISBN 978-3-944035-56-7 (Print), 13,90€
ISBN 978-3-944035-62-8 (E-Book), 8,99€
ET: 15. Oktober 2015
Genre: Satire/Humor, Sachbuch
Das Verhältnis der Öffentlichkeit zur Satire harrt im Spannungsfeld von Toleranz, Political Correctness und vermeintlichen Denktabus einer Standortbestimmung. Und einer satirischen Auseinandersetzung.
Produkttext: "Was darf Satire? Was kann Satire? Was soll Satire?
38 Autorinnen und Autoren – bekannt von Lese- und Kleinkunstbühnen, aus Titanic und taz-Wahrheit – ergründen das Verhältnis der Deutschen zur Satire.
Nach dem Attentat auf Charlie Hebdo wurde auch hierzulande viel über das Wesen und die Aufgabe von Satire diskutiert. Die Lage ist kurios: Das Genre ist so populär wie nie zuvor, das Netz voll mit humoristischen Seiten, doch das Satireverständnis scheint abzunehmen.
Ein Lesebuch mit famosen Satiren, ausgesuchten Beleidigungen, gefakten Reportagen, wütenden Reaktionen und Spitzenreflexionen zu Macht und Grenzen einer häufig missverstandenen Kunstform.
Mit Texten von Tim Wolff, Sebastian Krämer, Elke Wittich, Mark-Stefan Tietze, Michael Ringel, Margarete Stokowski, Leo Fischer, Fritz Eckenga, Gerhard Henschel u. v. a. m.
Cartoons von Hauck & Bauer, Katharina Greve, Klaus Stuttmann, Piero Masztalerz und Miriam Wurster."
Volker Surmann
ist Satyr-Verleger und Autor. Er lebt seit 2002 in Berlin und liest bei den »Brauseboys«, veröffentlicht Romane, Kurzgeschichten und Anthologien. Zuletzt erschienen von ihm die Romane »Extremely Cold Water« (Voland & Quist: 2014) sowie »Mami, warum sind hier nur Männer?« (Goldmann: 2015).
Heiko Werning
wurde 1970 in Münster geboren und lebt seit 1991 in Berlin. Er liest bei den Berliner Lesebühnen »Brauseboys« und der »Reformbühne Heim & Welt«, ist ständiger Mitarbeiter des Satiremagazins Titanic, bloggt und schreibt für taz, Jungle World und andere Medien. Außerdem betätigt er sich als Reptilienforscher und Froschbeschützer. Zuletzt erschien von ihm »Im wilden Wedding« (Edition Tiamat: 2014). Gemeinsam gaben Surmann & Werning schon die Anthologie »Fruchtfleisch ist auch keine Lösung« heraus (Satyr: 2011).
Alle Mitwirkenden
Ahne, Christian Bartel, Michael Bittner, Thomas Blum, Ivo Bozic, Hazel Brugger, Silke Burmester, Fritz Eckenga, Leo Fischer, Kirsten Fuchs, Torsten Gaitzsch, Bernd Gieseking, Katharina Greve, Jan Gympel, Uli Hannemann, Hauck & Bauer, Nils Heinrich, Gerhard Henschel, Francis Kirps, Sebastian Krämer, Markus Liske, Piero Masztalerz, Jacinta Nandi, Anselm Neft, Moritz Neumeier, Michael Ringel, Margarete Stokowski, Klaus Stuttmann, Volker Surmann, Mark-Stefan Tietze, Udo Tiffert, Kurt Tucholsky, Michael-André Werner, Ella Carina Werner, Heiko Werning, Elke Wittich, Tim Wolff, Miriam Wurster, Michael Ziegelwagner
Textausschnitt
"Verzichten Sie auf jede Form von Höflichkeit! Die üblichen Floskeln des Anstands gaukeln dem feindlichen Autor nur vor, Sie wollten ihm mit Respekt begegnen. Die Benimmregeln, die Ihnen vielleicht von Ihren Eltern beigebracht wurden, müssen Sie vergessen. Im Hassbrief wird natürlich immer geduzt, das »Sie« allenfalls ironisch verwendet, um die Verachtung noch sichtbarer zu machen. Eröffnen Sie Ihren Brief also keinesfalls mit »Sehr geehrte/r Frau/Herr XYZ«, sondern knackig mit einem »Hallo, Sie Arschloch!«. Oder gehen Sie gleich in die Vollen: »Du bist ja wohl bescheuert oder was?!« Es versteht sich von selbst, dass auch beim Abschied keine »freundlichen Grüße« gefragt sind."
aus Michael Bittner: »Wie schreibe ich einen Hassbrief? Eine Anleitung«






















