(openPR) Die Liberalen Hochschulgruppen kritisieren die Gründung eines vom Bund finanzierten Internet-Instituts.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Startschuss für die Errichtung eines Internet-Institutes bekannt gegeben. Ziel dieses Institutes ist die interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit rund um das Thema Internet. Die Liberalen Hochschulgruppen Bayern halten ein derartiges Projekt grundsätzlich für längst überfällig, kritisieren allerdings die Anordnung der Gründung von oben herab.
„Wir erkennen die Wichtigkeit und Aktualität des Themas voll und ganz an“, kommentiert die Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Bayern, Julia Ewerdwalbesloh, die Pläne des Bundesministeriums. „Besonders die Themengebiete der demokratischen Teilhabe, der digitalen Bildungsmöglichkeiten und der Wahrung der Privatsphäre sind für uns die wichtigen Forschungsschwerpunkte in diesem Gebiet. Wir hätten allerdings eine Lösung, die auf Kooperation einzelner, durch die Bundesländer finanzierter, Universitäten beruht, bevorzugt.“
Die Vereinigten Staaten und Großbritannien nehmen im Gebiet der Internetforschung aktuell eine Vorreiterrolle ein. „Deutschland hat bereits einiges aufzuholen, was die Erforschung der Digitalisierung betrifft. Die Schaffung einer solchen interdisziplinären Einrichtung ist also schon überfällig. Dass jedoch jetzt der Bund den Takt der Forschung vorgibt, halten wir für keine glückliche Entwicklung.“ Besser sei eine Bündelung verschiedener Disziplinen aus der Forschungsgemeinschaft heraus, nicht eine Anordnung von oben herab.
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