(openPR) München - Die Liberalen Hochschulgruppen schlagen vor, studentische Sprachkurse mit ECTS-Credits zu vergüten.
Nach den neuesten Zahlen vom 01.07.2015 des UN-Flüchtlingswerks flohen über 83% mehr Menschen über das Mittelmeer als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund der enormen Bedeutung der Sprache bei der Integration hat der Bundesverband der Liberalen Hochschulgruppen auf Initiative des Landesverbandes Bayern beschlossen, sich künftig für Sprachkurse für Flüchtlinge an Hochschulen einzusetzen. Studenten sollen hierbei als Sprachlehrer eingesetzt werden. Dieses Engagement sollte mittels ECTS-Credits für das Studium in den sogenannten „freien“ Wahlfächern angerechnet werden können.
Hierzu meint die Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Bayern, Julia Ewerdwalbesloh: „Wenn wir Studenten die Möglichkeit geben, ECTS für das Abhalten von Sprachkursen zu erhalten, wäre sowohl den Flüchtlingen als auch den Studenten geholfen.“
Die neuesten Zahlen der UN zeigen die andauernde Relevanz nachhaltiger Maßnahmen zur Integration. Da das Erlernen der Sprache wohl den wichtigsten Schlüssel zur Integration darstellt, halten die Liberalen Hochschulgruppen die Schaffung weiterer Sprachkurse für notwendig. Wie das Beispiel Bayreuth zeigt, können Sprachkurse für Flüchtlinge an Universitäten funktionieren. Hier finden seit Februar 2015 regelmäßige Kurse über das dortige Sprachenzentrum in Kooperation mit örtlichen wohltätigen Organisationen statt. Ein Einsatz von Studenten könnte hier noch zusätzliche Kapazitäten schaffen und ihnen die Möglichkeit geben, durch Lehren zu lernen.
Da die Hochschulen über die notwendigen Räumlichkeiten und eine Vielzahl an potentiellen Sprachlehrern verfügen, würde die LHG Bayern es begrüßen, wenn andere dem Bayreuther Beispiel folgten und zusätzlich Anreize für studentische Sprachlehrer geschaffen würden.













