(openPR) Sir Simon Rattle wird 2017 Chefdirigent eines der weltweit führenden Orchester, des London Symphony Orchestra. Am 2. Oktober 2015 erscheint bei LSO Live Robert Schumanns selten aufgenommenes „Das Paradies und die Peri“, das Rattle mit diesem Orchester und einer erstklassigen Solistenbesetzung aufgeführt hat: Sally Matthews, Mark Padmore, Kate Royal, Bernarda Fink, Andrew Staples und Florian Boesch. Der London Symphony Chorus wird von Simon Halsey geleitet. Es handelt sich um einen Live-Mitschnitt des Konzerts am 11. Januar 2015 im Barbican Centre, das begeistert von der Presse aufgenommen wurde.
Zu Schumanns Lebzeiten war das 1843 vollendete „weltliche Oratorium“ eines seiner erfolgreichsten und meistgespielten Werke. Es handelt von Peri, einer Sagengestalt, die aus dem Paradies verstoßen wird und versucht, durch ein Geschenk an den Himmel wieder Zutritt zu erlangen. Das Sujet wurde aus Thomas Moores Epos „Lalla Rookh“ entnommen, inspiriert von exotischen, schillernden Erzählungen der persischen Mythologie. Die Handlung reflektiert die im 19. Jahrhundert in Mode gekommene Begeisterung für alles Orientalische. In einem Brief erzählte Schumann einem Freund: „Ich bin gerade mit einem großen Projekt beschäftigt, dem größten, das ich jemals unternommen habe – es ist keine Oper – Ich glaube, es ist nahezu eine neue Gattung für den Konzertsaal.“ Das in drei Teilen entworfene Werk ist mit keinem Oratorium aus Schumanns Tagen vergleichbar. Mit durchgehend klarem melodischen Einfallsreichtum und Peris hohem C im Finale vollzieht sich in der Musik eine geschickte Steigerung.
Sir Simon Rattle gilt bereits als Kenner des Oratoriums, die vorliegende Aufnahme ist jedoch die erste unter seiner Leitung. „Es ist ein großes Meisterwerk, das nie gehört wird, und davon gibt es nicht mehr viele. Das ist etwas ganz besonderes, wenn man darüber nachdenkt“, so der Dirigent über die Komposition. Das Konzert am 11. Januar 2015 war laut The Arts Desk „so gut, wie man sich nur vorstellen kann. Alle Stärken von Schumanns Kunst wurden offenbart… [Rattles] Leidenschaft für dieses Werk war in jeder seiner Gesten deutlich zu spüren.“
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