(openPR) Die Melusine ist alt, sehr alt. Doch in all den Jahrhunderten hat sie nichts von ihren Reizen verloren. Noch immer geistert sie durch die Literatur und durch das liebliche Taubertal. Ihre Herkunft liegt im mythischen Dunkel, denn letztlich ist ihre Geschichte ein archetypisches Motiv. Nachdem erste literarische Spuren im anglo-normannischen Raum des Hochmittelalters auftauchten, wurde sie später zur Ahnherrin des Hauses Lusignan erhoben. In Gamburg, an der Tauber, dagegen kennt man eine als Melusine bezeichnete Wasserfrau, die als schöne Müllersmagd einen Ritter der gleichnamigen Burg bezirzte, worauf er für sie die nahegelegene „Eulschirbenmühle“ zu einem verwunschenen Renaissanceschlösschen umbaute. Tragischerweise wurde ihr Geheimnis entdeckt, und das traute Glück hatte ein Ende. Doch noch andere Wassergeister hausen unterhalb der Gamburg, so z.B. der Hokemo, der alles andere als nett zu denen ist, die ihm zu nahe kommen, und unartige Kinder sowie neugierige Mägde zu sich unter die Tauberbrücke zieht. Oder etwa die geheimnisvollen Wassermädchen mit stetig nassem Rocksaum, die sich zuweilen unter die Dorfjugend mischen.
In einer Kooperation zwischen der Autorin Andrea Hahn, die mit den „Literatur-Spaziergängen Hahn, Kusiek & Laing“ seit fast 20 Jahren literaturbezogene Veranstaltungen im Raum Stuttgart und darüber hinaus anbietet (www.litspaz.de), und Goswin v. Mallinckrodt als Planer des vielseitigen Veranstaltungsangebots der Burg und des Burgparks Gamburg (www.burg-gamburg.de) wurde daher unter dem Titel „Die Herrin der Tauber“ eine literarische Wanderung auf den Spuren der Gamburger Melusine konzipiert.
Somit können Interessierte am 20. September mit Hilfe antiker und mittelalterlicher, romantischer und moderner Literaten sowie angeblicher Augenzeugen, darunter Plinius, Paracelsus, die Brüder Grimm, Goethe, Mörike und Loriot, tief eintauchen in die literarische Welt der Melusine und ihrer Verwandten, der Nymphen, Nixen und anderer wundersamer Wasserwesen. Beginnend auf der Gamburg spürt man ihnen an verschiedenen Stationen einer Rundwanderung entlang alter Brunnen, Brücken, Bildstöcke, Kapellen, Kirchen, Warttürme und Mühlen, über Hügel und entlang des Tauberufers nach. Natürlich gibt es unterwegs auch eine kleine Stärkung und zum Schluss einen Abschiedstrunk im Kaminzimmer der Burg.
Die Wanderung dauert ca. zweieinhalb Stunden und verläuft die längste Zeit auf befestigten Wanderwegen. Festes Schuhwerk wird dennoch empfohlen.
Der Start ist um 15.30 Uhr. Die Teilnahme kostet 15,- € pro Person.
Um Voranmeldung wird gebeten unter 09348/605 oder












