(openPR) Seit Mitte des Jahres 2015 hält nun die sogenannte „HU-2020“ in Form des HU-Adapters Einzug in die Hauptuntersuchung.
Der Aufschrei der Prüfer war groß, es wurde von stärkerer Überwachung und höheren technischen Belastungen gesprochen. Die jeweiligen Überwachungsorganisationen nahmen diese bedenken kaum ernst, einzig die KÜS e.V. teilte per Pressemitteilung mit, dass es zu einer Erhöhung der Prüfzeit kommen wird.
Aber wozu benötigt man den HU-Adapter? Ganz einfach: Alle Fahrzeuge haben immer mehr Sicherheitselektronik an Board und diese muss überprüft werden. Sei es das ESP oder ein Notbremsassistent, die Fahrzeugführer vertrauen auf die Funktionsfährigkeit der Systeme.
Im normalen Prüfablauf fügt sich der HU-Adapter relativ einfach ein und er funktioniert dazu ebenfalls recht gut. Natürlich gibt es Fehler in den Daten oder bei dem Abruf der Funktionen wie bei jedem neuen Gerät, aber das ist kein unlösbares Problem und bessert sich von Monat zu Monat. Eine gering Erhöhung der Prüfzeit ist natürlich nicht zu vernachlässigen, aber man kann Sie durch gute Planung verringern.
Aus Sicht des Sachverständigenbüros Päperer ist aber die neue Art der Bremsenprüfung das mit Abstand wichtigste am HU-Adapter. Man bremst nicht mehr direkt bis zur Blockiergrenze, was schlecht für den Bremsenprüfstand sowie auch Reifen und Bremsanlage ist, sondern nur noch bis zu einen selbst gewählten Wert und ließt die Drücke im hydraulischen System aus. Durch diese Werte wird anhand einer Referenztabelle der Bremswert bei vollen Bremsdruck hochgerechnet. Ähnlich geht man schon seit Jahren mit Fahrzeugen welche eine Druckluftbremsanlage besitzen um.
Also auch wenn die neue Prüfrichtlinie etwas mehr Prüfzeit fordert und noch weitere Erweiterungen bis 2020 bringt, sie ist gar nicht so schlecht, wie es immer alle sagen, und dient im hohen Maße der Verkehrssicherheit aller Fahrzeuge.







