(openPR) ULM – Das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) Ulm des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) ist in ein neues Ausbildungsjahr gestartet. 41 neue Azubis und Teilnehmer der Berufsvorbereitung empfing Einrichtungsleiterin Birgit Simon im Rahmen einer Aufnahmefeier in der "Schillerstraße 15", dem Haus für Bildung, Rehabilitation und Teilhabe.
Recht auf Ausbildung
"Sie haben ein Recht auf Ausbildung", sagt BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke in seiner Begrüßung und zitiert Artikel 11 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg von 1953: "Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende Erziehung und Ausbildung."
Hier bin ich richtig
Für viele der Jugendlichen mit besonderem Teilhabebedarf beginnt der erste Schritt in die Ausbildung mit einer Berufsvorbereiteten Bildungsmaßnahme (BvB). Sie dauert ein Jahr. "Es kann hier auch der Hauptschulabschluss gemacht werden", erläutert Sozialpädagoge Jochen Gerstner, Bildungsbegleiter im RAZ. Eine Klasse in der BvB bereitet sich auf die Prüfungen vor. Die beiden anderen Klassen dienen der beruflichen Orientierung.
Ausbildungsreife erlangen
"Das Interesse an der BvB ist enorm gestiegen", berichtet Birgit Simon. In diesem Jahr hat die Agentur für Arbeit 17 Jugendliche für die BvB in der Schillerstraße 15 angemeldet. "Ich will erfahren, was ich besonders gut kann, und dann entscheide ich mich für eine Ausbildung", sagt ein junger Mann. "Ich habe die Schule abgebrochen. Aber jetzt bin ich motiviert", erklärt ein anderer.
Gute Chancen nach Ausbildung
Mit der Aufnahmefeier im RAZ starten auch 24 Jugendliche in die dreijährige Berufsausbildung zum Fachpraktiker in der Küche, zur Fachkraft im Gastgewerbe, zum Bäckerfachwerker, zum Fachpraktiker Verkäufer im Fleischerhandwerk, zum Verkaufshelfer im Bäckerhandwerk oder auch zum Fachwerker für Gebäude- und Umweltdienstleistungen. "Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt", attestiert Herbert Lüdtke den Neuankömmlingen. Denn: "Zwei Drittel der RAZ-Absolventen haben anschließend einen Job."
Optimale Unterstützung
Der Geschäftsführer macht den Jugendlichen Mut: "Das RAZ ist ein Chance, die eigene Persönlichkeit, das eigene Selbst zu entwickeln. Man kann eine Ausbildung abbrechen, aber cooler ist es, die Herausforderung anzunehmen." Bildungsbegleiter stehen den Jugendlichen beratend zur Seite. Die Psychologin Josefa Gitschier und Ergotherapeutin Luana Geiger unterstützen ebenfalls. "Zum Beispiel bieten wir ein Sozialkompetenztraining an", informiert Geiger. Kommunikation, Kritikfähigkeit oder Teamarbeit sind nicht nur Module für schüchterne Jugendliche. "Wir gehen auch in die Stadt und beobachten uns bei der Begegnung mit anderen", so Geiger.
Bestmögliche Lösungen
Ganz im Sinne von Adolf Aich – dem Initiator der Stiftung Liebenau, zu der das BBW gehört – singt Anna Häußler mit Johannes Hettrich am Kontrabass und Mike Knehr am Piano "People help the people" von Birdy. "Es gibt keine Probleme, die wir nicht lösen können", verspricht Lüdtke. Über 350 Mitarbeiter begleiten an mehreren Standorten die insgesamt über 800 Maßnahmenteilnehmer im Berufsbildungswerk Adolf Aich. "Unsere Aufgabe ist es, es gut und richtig anzupacken und Ihnen die bestmöglichen Lösungen anzubieten."
Gute Wünsche
Mit guten Wünschen werden die Jugendlichen in ihren neuen Lebensabschnitt entlassen. Mit einem "Bitte hör nicht auf zu träumen" von Xavier Naidoo und dem Segensgruß von Birgit Simon, "den Tag lächelnd zu beginnen und sich von Herausforderungen nicht entmutigen zu lassen."
*****************************************
Weitere Infos zum Regionalen Ausbildungszentrum (ZAZ) Ulm der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.raz-ulm.de.
_________________________________________













