(openPR) Initiative „Schütz deinen Kopf!“ informiert: So erkennen Lehrer und Trainer Gehirnerschütterungen beim Kind
Bonn. „Wann immer der Kopf eines Kindes einer Erschütterung ausgesetzt ist, muss es heißen: Stopp!“, fordert Dr. Kristina Schröder, Präsidentin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung. Die ehemalige Familienministerin und Mutter zweier Töchter erklärt, dass beim leisesten Verdacht Sport oder Spiel zu unterbrechen sind und das Kind untersucht werden muss. Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung unterstützt Menschen mit Hirnverletzungen und ihre Angehörigen und setzt sich gemeinsam mit Akteuren aus Sport, Medizin und Politik für mehr Umsicht in Schule und Breitensport ein. „Schütz deinen Kopf!“ heißt diese Initiative.
Schirmherr ist Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, der betont: „Ich hatte bislang keine Gehirnerschütterung. Aber natürlich gibt es Erzählungen von Freunden und Bekannten. Da wird von Sportverletzungen berichtet, man stößt bei einem Fußballspiel unglücklich aneinander. Oder es gibt schwere Stürze mit dem Fahrrad oder beim Skifahren.“ Oft verhindert ein passgenauer Helm schwere Schädelhirnverletzungen, zur Gehirnerschütterung aber kann es trotzdem kommen. Wie auch in Situationen, in denen kaum jemand damit rechnet: Zwei rennende Schüler prallen unglücklich aufeinander, ein Mädchen bekommt einen harten Ball an den Kopf, ein Junge stolpert beim Laufen und stürzt. Immer gilt: Auch wer nur kurz verwirrt oder orientierungslos wirkt, könnte eine Gehirnerschütterung haben. Der Aufprall hat dann Schäden angerichtet, die schnell und folgenlos ausheilen können – aber nur, wenn der Patient sich schont.
„An welchem Ort sind wir heute?“ – „Welche Halbzeit ist jetzt?“ Banale Fragen wie diese helfen, herauszufinden, ob eine Gehirnerschütterung vorliegen könnte. Genauere Informationen und alle, auch die unbekannteren, Symptome finden sich auf einer Taschenkarte, die gratis bei der Initiative „Schütz deinen Kopf!“ heruntergeladen werden kann. Wann ein Kind unbedingt zum Arzt oder in eine Kinderklinik sollte – bei Bewusstlosigkeit, Erbrechen oder Verschlimmerung der Symptome, etwa – steht dort ebenfalls. Speziell für Ärzte und andere Profis in Sachen Gesundheit gibt es zudem die Handreichungen SCAT3 und Child-SCAT3, die bei der Diagnostik helfen.
„Das mittelfristige Ziel von ‚Schütz deinen Kopf!‘ ist, im gesamten Breiten- und Schulsport solche Tests am Spielfeldrand zu etablieren“, betont Schröder. Auch Kurse für Trainer, ehrenamtliche Helfer und Eltern wird es geben. Helga Lüngen, Geschäftsführerin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, bekommt die Schicksale von Menschen hautnah mit, deren Gehirnerschütterung gravierende Folgen hatte – oft, weil sie keinerlei Schonfrist hatten oder weil sie kurz nach der ersten eine zweite Kopfverletzung erlitten. „Die Folgen prägen bzw. benachteiligen Kinder nicht selten ihr ganzes Leben lang“, warnt Lüngen – Konzentrationsprobleme, chronische Schmerzen und Schlafstörungen, zum Beispiel. Wird die erste Gehirnerschütterung erkannt und folgt nach ein bis zwei Tagen Ruhepause eine schrittweise Wiederaufnahme des Alltags, ist die Prognose hingegen sehr gut.
Für die Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ arbeitet die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung mit namhaften Organisationen, Medizinern und Sportverbänden zusammen, um Sportler und ihre Familien, Trainer, Pädagogen und Ärzte für das Thema „Gehirnerschütterung und mögliche Folgen“ zu sensibilisieren. Schirmherr ist der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.
Informationen, Taschenkarte und Schnelltests für den Spielfeldrand, eine Smartphone-App und Kontaktadressen zu Unfallkliniken sowie Neuropsychologen finden sich auf www.schuetzdeinenkopf.de.











