(openPR) Vom Vater vergewaltigt, von Drogen gezeichnet, auf dem Babystrich misshandelt. Dieses Buch schildert eindrucksvoll und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen das unfassbare Kinderschicksal von Melli.
Vom Stiefvater sexuell missbraucht, von der Mutter abgelehnt. Melli "überlebt" die Qualen, hungert instinktiv nach Liebe. Die findet sie bei ihrer Freundin Anika im Heim. Beide haben Gleiches erlitten. Darum betäuben sie sich mit Drogen. Melli ist 14, als beide obdachlos am Hauptbahnhof stranden. Melli ist eines von den Drogenmädchen, die in "ihrer Straße" vor der Absteige auf Freier warten. Mellis erbärmliches Dasein, getrieben von Drogensucht, ist geprägt von Brutalität.
Mellis Schicksal scheint besiegelt, als jemand schützend seine Hände über sie hält. In ihrem Leben geht ganz langsam die Sonne auf.. Melli darf erleben, wie Glück sich anfühlt...
ISBN 3-938297-97-2
Taschenbuch 12 x 19 cm, 278 Seiten
EUR 17,80 EUR
Vorwort von Dr. Gerhard Schlesinger!
Durch eine Vielzahl aufsehendenerregender Medienberichte und spektakulärer Strafprozesse wurde uns in jüngster Zeit in erschreckendem Maße vor Augen geführt, welchen Stellenwert Kinder und Familie in unserer bröckelnden Wohlstandsgesellschaft genießen - allen Lippenbekenntnissen etablierter Politiker und selbsternannter Systemkritiker zum Trotz.. Steht die Familie, wie der Artikel 6 des Grundgesetzes fordert, tatsächlich noch "unter dem Schutze der staatlichen Ordnung"?
Man möchte daran zweifeln. Denn was uns an Fällen von Kinderpornographie, von Missbrauch, Misshandlung, Verwahrlosung und daraus resultierender Anhäufung von Gewalttaten, Drogenabhängigkeit und Prostitution von Kindern und Jugendlichen bekannt wird, ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer, so wird uns jeder damit befasste Kriminalist bestätigen, beträgt ein Vielfaches der zur Verfolgung gebrachten Straftaten und lässt an der Effizienz staatlicher Fürsorge Zweifel aufkommen.
Das ergreifende Schicksal der jungen Melli, das uns die Autorin hier schildert, ist daher nur ein exemplarischer Lebenslauf, stellvertretend für den unzähliger anderer Kinder in Deutschland - verlorener Kinder ohne Hoffnung, ohne Träume, ohne Zukunft. Unehelich geboren, von der Mutter nie geliebt, vom Stiefvater über Jahre hinweg sexuell missbraucht, eingeschüchtert und verängstigt, ist Melli immer auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, die sie weder zu Hause findet noch in der Schule und schon gar nicht im Heim, in das sie schließlich abgeschoben wird.
Nur die um ein Jahr ältere Heiminsassin Anika gibt Melli ein wenig Schutz, Liebe und Geborgenheit - doch von zweifelhafter Qualität. Denn um der trostlosen Realität des Alltags, der Hoffnungslosigkeit ihrer Existenz, wenigstens hin und wieder für kurze Augenblicke entfliehen zu können, hat Anika ein gefährliches Rezept: Heroin. Sie verleitet ihre neue Freundin Melli zur Sucht - und um den täglichen Bedarf an Rauschmitteln befriedigen zu können, bleibt letztendlich nur ein Ausweg: Flucht aus dem Heim und Geldbeschaffung auf dem "Babystrich" in der Bahnhofsgegend einer deutschen Großstadt.
Der Autorin, die ihre Heldin Melli in der Ichform erzählen lässt, ist mit diesem Buch ein Erstlingswerk gelungen, das an atmosphärischer Dichte nichts zu wüschen übrig lässt. Hannah Harter hat als erfahrene Reporterin jahrelang vor Ort recherchiert, in der vielschichtigen, düsteren "Szene" der Huren und Penner, der Dealer und Stricher - ohne jede Berührungsangst, ohne die vorsichtige Distanz, die der brave Bürger normalerweise einem solchen Milieu entgegenbringt, ohne das selbstgefällige Gruseln vor den Abgründen menschlicher Existenzen, die einem sonst nur in mehr oder weniger schlechten Kriminal- und Sittenfilmen begegnen. Jargon und Milieu sind akribisch dokumentiert, die Untiefen menschlicher Triebe sind perfekt ausgelotet, und so ist der Autorin mit der Schilderung der Lebensgeschichte der jungen Melli eine literarische Reportage gelungen, die unter die Haut geht und unser Mitgefühl weckt. Man möchte der Heldin dieses Buches wünschen, dass ihr ersehnter Traum von Liebe und Geborgenheit letztendlich doch in Erfüllung geht.
Hamburg, im März 2006, Dr. Gerhard Schlesinger
Gründungsvorsitzender des Landesverbandes Hamburg des Freien Deutschen Autorenverbandes
Der HolzheimerVerlag ist ein junger, frischer Verlag mit einem völlig neuen Konzept. „Wir verstehen uns als aufstrebenden, "etwas anderen" Verleger, der eng mit seinen Autoren zusammenarbeitet. Wir lieben Bücher und Autoren und bieten eine professionelle Plattform für Genies und Anfänger, für Profis und Newcomer - für jeden, der gerne sein eigenes Buch in der Hand halten möchte“, so Corinna Holzheimer. Auch Nachwuchsautoren, die noch kein ganzes Buch füllen können, bietet der Verlag die Chance, eigene Kopfgeburten in einem Buch veröffentlicht zu sehen.
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