(openPR) Zuckerkranke Menschen leiden sehr häufig unter einer schweren Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Mit wachsendem Erfolg wird in der Augen- und Laserklinik Castrop-Rauxel eine neuartige Behandlungsmethode angewendet, mit der bereits bei vielen dieser Patienten die Sehkraft verbessert wurde. Die Augenchirurgen nutzen dabei das Innere des Auges als Depot für die verabreichten Medikamente.
Augenprobleme durch Diabetes
Diabetes ist eine Krankheit, die schwere Folgeschäden am Auge hervorrufen kann. Aufgrund der Störung im Stoffwechsel sterben Blutgefäße in der Netzhaut ab oder werden durchlässig. Die bittere Diagnose des Augenarztes lautet: Diabetische Retinopathie. Die Heilungsmöglichkeiten der verschiedenen Symptome sind begrenzt. Durch eine optimale Einstellung des Blutzuckerwertes und Laserbehandlungen kann lediglich das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Als letzte Möglichkeit werden aufwändige Operationen durchgeführt, die allerdings nur selten zu einer besseren Sehfähigkeit führen. In der Augen- und Laserklinik Castrop-Rauxel werden daher ganz neue Methoden genutzt. „Mit dieser neuen Behandlung sind wir nicht nur in der Lage, die krankhaften Veränderungen im Auge zu stoppen, sondern erreichen in den vielen Fällen sogar eine deutliche Verbesserung der Sehfähigkeit unserer Patienten“, berichtet Dr. Christoph Lindemann, Geschäftsführer das Castroper Augenklinik. „Auch bei anderen Augenerkrankungen, zum Beispiel bei der altersabhängigen Maculadegeneration, stellen direkt ins Auge verabreichte Medikamente eine neue Behandlungsoption dar“, so der Spezialist weiter.
Das Auge als Medikamentendepot
Das Besondere der neuen Methode: Die medizinischen Wirkstoffe werden unter lokaler Betäubung direkt ins Augeninnere, den Glaskörper, gespritzt, welcher dann quasi als Depot wirkt. Dort entfalten sie bis zu neun Monate lang ihre heilende Wirkung. „Über 20 Prozent unserer Patienten leiden unter den Folgen von Diabetes. Daher haben wir uns schon vor etwa zwei Jahren für dieses Verfahren entschieden und bereits gute Ergebnisse erzielt“, erklärt Dr. Peter Hoffmann, ebenfalls Geschäftsführer der Augenklinik in Castrop-Rauxel. Auf augenärztlichen Fortbildungen berichtet Dr. Hoffmann mittlerweile über die Chancen der neuen Methode. „Da wir bereits sehr früh mit der Behandlung begonnen haben, besitzen wir einen Wissensvorsprung, den wir an unsere Kollegen weitergeben können“, so der erfahrene Augenchirurg weiter.
Krankheit beginnt meist unbemerkt
Der Beginn der Netzhauterkrankung ist gekennzeichnet durch kleine rötliche Punkte auf der Netzhaut. Diese entstehen durch Gefäßaussackungen oder Punktblutungen. Zwei Drittel aller Diabetiker sind von den Durchblutungsstörungen der Netzhaut betroffen. Schätzungen zufolge erblinden alleine in Deutschland bis zu 8.000 Menschen pro Jahr an den Auswirkungen der Stoffwechselstörung. Daher rät Dr. Hoffmann: „Viele diabetische Netzhauterkrankungen bleiben lange Zeit ganz ohne Symptome, da noch keine zentralen Teile der Netzhaut betroffen sind. Erst nach Jahren kann sich die Sehkraft dann ziemlich plötzlich verschlechtern. Deshalb ist es besonders wichtig auch ohne Beschwerden regelmäßige Untersuchungen durchführen zu lassen, mindestens einmal pro Jahr.“
Erfolgreiche Behandlung
Frau Waltraud Stark ist eine der Patientinnen, der die Castroper Experten mit der neuen Technik geholfen haben. Sie leidet seit mehreren Jahren an Diabetes Mellitus. Bei der Untersuchung in der Augenklinik stellte Dr. Lindemann fest, dass Frau Stark an diabetischer Makulopathie litt. Im fortgeschrittenen Stadium treten dabei in der Mitte des Blickfeldes deutliche Beeinträchtigungen auf. „Bereits einen Monat nach der Behandlung habe ich deutliche Verbesserungen festgestellt. Mittlerweile hat sich meine Sehschärfe wieder mehr als verdoppelt“, freut sich Frau Stark.










