(openPR) Die EZB-Politik des massenhaft vermehrten, und zu Minimalzinsen faktisch geschenkten Geldes, kommt nicht denen zugute, die investieren wollen und damit zur Sicherung unserer Zukunft beitragen. Dagegen können sich Staaten infolge der künstlich gedrückten Zinsen weiterhin billig verschulden und die Lösung ihrer Probleme auf den Sankt Nimmerleinstag hinausschieben.
Geld ist derzeit nichts wert. Die an der Quelle sitzen, erhalten es faktisch kostenlos. Entsprechend gehen sie damit um. Die, auf deren Kosten das neue Geld gedruckt und an verantwortungslose Regierungen und Spekulanten verteilt wird, sind hilflose Ausbeutungsopfer. Wie lange werden sie ruhig bleiben?
Der Löwenanteil des real kostenlosen Geldes dient der hemmungslosen Spekulation. Die Weltwirtschaft steht am Beginn einer Krise, während die Finanz- und Schuldenkrise nicht einmal ansatzweise gelöst sind. Anleihen und Aktien sind überteuert, bei Immobilien in Ballungsräumen sieht es nicht anders aus. Daß die Blasen durch anhaltende Versorgung der Spekulanten mit real kostenlosem Geld auf Dauer prall gehalten werden können, dürfte wohl niemand glauben.
Das einzige wirklich preiswerte Anlagegut ist das Gold. Der us-amerikanischen polit-ökonomischen Herrscherklasse, deren Macht und Wohlstand sich nicht zuletzt aus der Tatsache erklären, daß die USA nur Dollar zu drucken brauchen, um sich unbegrenzt auf Kosten anderer Staaten verschulden zu können, ist Gold ein Dorn im Auge. Rund 18 Billionen Miese schulden sie der übrigen Welt bisher schon und es sieht ganz so aus, als wachse der Schuldenturm auch künftig weiter kräftig in die Höhe. Um das zu gewährleisten muß die härteste Konkurrenz des Dollars ausgeschaltet werden.
Um Gold nicht zur besseren Alternative für US-Dollarreserven werden zu lassen, müssen die USA an einem möglichst niedrigen Goldpreis interessiert sein. Die an Gewißheit grenzende Vermutung, daß deshalb alles getan wird, um den Goldpreis mit Hilfe diensteifriger Bankster, Analysten und Medien herunter zu reden und herunter zu manipulieren, ist deshalb schlüssig. Allerdings dürfte diese Strategie langfristig kaum erfolgreich sein. Denn ein niedriger Goldpreis wird schon mittelfristig zur Verknappung des Angebots führen. Die Nachfrage können die USA aber nicht steuern, weil die Nachfragemacht bei Staaten wie Indien oder China liegt. Und China ist außerdem vermutlich bereits der größte Goldproduzent und wird schließlich seinen Einfluß auf den Goldpreis nach eigenen Bedürfnissen geltend machen.
Kein seriöser Investor sollte sich jetzt in überteuerte Geldanlagen treiben lassen. Die mit Schulden zum faktischen Nulltarif bekämpfte (finanzierte) Schuldenkrise wird sich selbst lösen – genauso wie sich Schneeballsysteme schon immer „gelöst“ haben. Bis dahin werden die Spieler aber nicht zu bremsen sein, weil Gier erfahrungsgemäß nicht zu heilen ist. Auch Gier heilt sich selbst, indem sie ihren Wirt tötet.
Wer wie Prof. Querulix die menschliche Tragödie beobachtet, muß den Eindruck gewinnen: „Die Welt wird von Gaunern beherrscht und von den Dummen, die ihnen als nützliche Idioten dienen.“ (P.Q.) Kürzlich hat es in den USA die erste Verurteilung eines für die Manipulationen von Referenzzinssätzen Verantwortlichen gegeben. 14 Jahre Gefängnis. Das eine Urteil wird vielleicht nicht viele Bankster und Gangster abschrecken, aber es wird sicherlich nicht das letzte sein. Dann wird die Furcht vor spürbaren Strafen doch so manche skrupellosen Selbstbediener zum Nachdenken bewegen.
Die wirklich gebotenen Konsequenzen aus dem Desaster, das die Bankster angerichtet haben, werden nicht gezogen. Das hochriskante Derivategeschäft der Banken blüht zum Beispiel wie eh und je, aber das Risiko tragen nur zum geringsten Teil die Emittenten und die Spekulanten.
Bis zu einer Normalisierung der finanz- und realwirtschaftlichen Weltlage wird es möglicherweise noch viele Jahre dauern. Das ist für viele Millionen an der Krise unschuldiger Bürgerinnen und Bürger, die sich mit der schleichenden Enteignung ihrer Sparguthaben und Privaten Altersversorgungen sowie der Verteuerung von Kranken- und Pflegeversicherungen abfinden müssen, ein schlimme Aussicht. Noch schlimmer erwischt es die, die nicht das Geld haben, die Nachteile auszugleichen, und das ist die große Mehrheit.
Verantwortungsbewußte Politiker würden längst die notwendigen Maßnahmen zur sozialen und wirtschaftlichen Stabilisierung ihrer Staaten für den Fall des Zusammenbruchs des Schuldenkartenhauses und des Kollapses des Finanzsystems ergriffen haben. Aber wann haben Politiker schon einmal in der Geschichte verantwortungsbewußt und vorausschauend gehandelt?
Eine bedenkenswerte Anregung für eine zukunftssichernde Reform enthält die Studie „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Die am Beispiel Deutschlands mit Zahlen unterlegte Studie zeigt, wie die soziale Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gesichert, zugleich die Binnennachfrage stabilisiert und viel Bürokratie eingespart werden könnten.
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