(openPR) Von Anke Breitmaier
Ich begebe mich in die Hände von Falco Wisskirchen. Der 39 Jahre alte Heilpraktiker für Psychotherapie bietet Coaching und Therapie mit Schwerpunkt Hypnose. Überraschung: Statt eines Magiers steht da ein stattlicher Mann, der mit seinem herzlichen Auftreten sofort Vertrauen einflößt.
Im Vorgespräch schildere ich meinen Wunsch, das Laster abzulegen. Der Hypnotherapeut klärt mich auf: Wegmachen könne er nichts, zaubern schon gar nicht. Aber mein Unterbewusstsein aktivieren. Schade, denke ich, schließlich will ich ratzfatz geheilt werden. Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen, denn ich ahne: Hypnose funktioniert bei mir sowieso nicht.
Meine Zweifel können Wisskirchen nicht irritieren. Die seien verbreitet, meint er und beginnt mit dem Anamnesegespräch. Darin hinterfragt er psychotherapeutisch mein Rauchverhalten, wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen, reden über Familie und Beruf, über dies und das. Längst geht es nicht mehr ums Rauchen, sondern um schlechtes Gewissen, Leistungsdruck und Krankheitsängste.
Hypnose geht nicht? Gibt’s nicht!
Dann geht es los: Zunächst testet Wisskirchen meine Suggestionsfähigkeit. Tatsächlich mache ich, was er sagt. Noch kann ich das erklären, ich will ja „brave“ Klientin sein. Aber – haha – geistig bin ich voll da. Mal sehen, was noch kommt.
Mehr nicht, belehrt mich Wisskirchen. Ich solle nicht erwarten, in einen komatösen Zustand versetzt zu werden. Die ganze Zeit werde ich bei vollem Bewusstsein sein, mich bewegen, hören, reden – trotzdem werde die reale Welt in den Hintergrund treten.
Rosa Wolken
Also ab auf die Couch oder in diesem Fall: in einen bequemen Ledersessel. Ich schließe die Augen, Wisskirchen beginnt zu sprechen. Manches kommt mir bekannt vor, anderes klingt wunderlich. Plötzlich sehe ich die rosa Wolken, von denen der Hypnotiseur redet, fühle wirklich, wie meine Schultern von einer Last befreit und unglaublich leicht werden.
Als ich feststelle, dass rosa Lichtreflexe auch meinen schmerzgeplagten Nacken umfangen, sagt Wisskirchen (den ich nur noch als Stimme in mir wahrnehme), dass alles gut ist und ich loslassen kann und vielleicht gar keine Zigarette mehr brauche, weil alles gut ist.
Ja, denke ich, so ist es, ewig könnte ich den schönen Worten lauschen. Ab und an fragt mich der Therapeut etwas, was mich wundert: eigentlich müsste er doch hören, was ich denke. Sanft holt er mich aus der Trance – ich öffne die Augen. Wohlige Wärme umgibt mich wie nach einem tiefen Schlaf oder einer Massage.
Nachhaltiges Wohlbehagen
Nach mehr als drei Stunden verlasse ich die Praxis mit einem Wohlbehagen, das mich lange begleitet. Ich solle die Sitzung sacken lassen, rät Wisskirchen. Was genau nun passiere, könne er nicht sagen, vielleicht würde ich schnell eine Wirkung spüren, vielleicht erst nach Tagen.
Ganz relaxed registriere ich, dass die Rauchlust nicht verschwunden ist. Aber das schlechte Gefühl ist erstmal weg. Im Laufe der Sitzung kam heraus, dass mein Problem weniger die Zigaretten sind, als vielmehr das schlechte Gewissen. Hypnose hatte ich mir anders vorgestellt, ein bisschen wie Narkose, ein wenig wie Halbschlaf. Ich bin neugierig, was in den nächsten Tagen passiert.
Über Hypnose
Patienten werden durch Suggestionen in einen veränderten Bewusstseinszustand von erhöhter Aufmerksamkeit und innerem Erleben geführt. Der hypnotische Zustand ist vergleichbar mit Situationen, in denen man so in eine Handlung vertieft ist, dass man die Umwelt vergisst, etwa, wenn man ein fesselndes Buch liest. Die Außenwelt wird nicht mehr bewusst wahrgenommen, dafür konzentriert man sich auf das innere Erleben. Die Behandlungsmethode trägt zur Entspannung und Beruhigung bei und hilft, das Unterbewusstsein zu entdecken.









