(openPR) Berlin, 17. Juni 2015 - Massive Einleitungen ungeklärten Abwassers vom Wochenende sind ursächlich für das große Fischsterben der letzten Tage in Spree und Landwehrkanal. Der Starkregen überforderte die bestehenden Systeme und ein Gemisch aus Abwasser und verschmutztem Regenwasser floss ungehindert in die Flüsse und Kanäle. Immer noch fehlen die benötigten Speicherräume zur Entlastung des Kanalsystems. Die kontaminierten Einleitungen, die so in die Gewässer gelangen, vermindern den ohnehin niedrigen Sauerstoffgehalt im Gewässer und die Fische können nicht mehr atmen, sie ersticken.
Seit Jahren macht die LURI.watersystems auf das Problem der Mischkanalisationen aufmerksam und fordert den Senat auf, ein Sofortprogramm umzusetzen, um weitere, dauerhafte Schäden für die Gewässer in Berlin abzuwenden. Das bis jetzt umgesetzte Sanierungsprogramm und die veranschlagten Ziele reichen bei Weitem nicht aus, die bestehenden Probleme dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Der Landwehrkanal führt mit einer Länge von 10,73 km mitten durch die Stadt und bietet in vielen Stadtteilen einen wohnungsnahen Lebens- und Erholungsraum für die Großstädter. Berlin als Hauptstadt sollte eine weltweite Vorbildfunktion für andere Städte einnehmen und dringend mehr Mittel zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen als aktiven Umweltschutz zur Verfügung stellen. Deutsche Umwelttechnologien sind auf ausländischen Märkten gefragt, sie gelten als technologisch innovativ und zuverlässig; Deutschland nimmt hier einen Spitzenplatz ein, der Exportanteil ist hoch.








