(openPR) Das Leben und die Kommunikation mit einer Hörschädigung bringen zahlreiche Herausforderungen mit sich – insbesondere für diejenigen Hörgeschädigten, die aufgrund eines Migrationshintergrundes in zwei oder gar noch mehr Sprachen kommunizieren müssen. Die Situation von Menschen mit Hörbehinderung und Migrationshintergrund ist Titelthema der aktuellen Ausgabe der „Schnecke“, der führenden deutschsprachigen Fachzeitschrift zum Leben mit Cochlea-Implantat (CI) und Hörgerät. Zahlreiche Betroffene sowie deren Angehörige und Experten aus Medizin, Forschung und Rehabilitation kommen zu Wort. Zudem bietet die „Schnecke“ eine Vielzahl weiterer interessanter Themen.
Als Hörbehinderter in einem Land mit einer fremden Sprache leben? – Was das für die Betroffenen und deren Familien bedeutet, illustriert die aktuelle „Schnecke“ anhand zahlreicher Beispiele. So berichten die Eltern des siebenjährigen Eren aus Kassel und der zehnjährigen Feride aus Frankfurt über die mehrsprachliche Entwicklung ihrer CI-versorgten Kinder und deren Lernen in der Regelschule. CI-Trägerin Katharina Chrobasik (32), die als Kind mit ihren Eltern von Polen nach Deutschland zog, schreibt über ihre Erfahrungen mit Hörschädigung und Fremdspracherwerb. Und der Ingenieur und Pädagoge Said Betraki (61), der vor 31 Jahren von Syrien in die Bundesrepublik übersiedelte, berichtet von den Herausforderungen, die das Sprach- und Hörtraining auf Deutsch nach seiner CI-Versorgung mit sich brachten.
Daneben äußern sich auch zahlreiche Experten zum wichtigen Themenbereich. So betrachtet Dr. Melanie Teschendorf, Fachärztin für HNO-Heilkunde im Ruhrgebiet, die zumeist bilinguale Entwicklung CI-versorgter Kinder mit Migrationshintergrund. Professor Dr. Gottfried Diller und Anke Martsch widmen sich den Herausforderungen einer angemessenen Sprachförderung bei türkischen Kindern mit CI und geben wichtige Tipps. Repräsentanten aus Medizin, Rehabilitation und Selbsthilfe äußern sich zu praktischen Fragen der Verständigung mit CI-Trägern mit Migrationshintergrund. Und Priv.-Doz. Dr. Diana Arweiler-Harbeck, Oberärztin an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Essen, stellt einen erfolgreichen Ansatz zur Förderung hörgeschädigter Menschen mit Migrationshintergrund vor.
„Die Barrieren sind zu oft im Kopf – und sie gilt es abzutragen“, so Professor Dr. Dietrich Grönemeyer in seinem Grußwort zur aktuellen Ausgabe. „Mit vereinten Kräften. Mit einem gemeinsamen Ziel: einem Leben in Würde für alle Menschen. Egal, woher sie kommen, egal, welche Sprache sie sprechen. Und egal, ob mit oder ohne Behinderung.“
Viele interessante Themen, Erfahrungsberichte und Fachbeiträge – ein langjähriges Redaktionsteam verabschiedet sich
Zudem bietet die aktuelle „Schnecke“ eine Vielzahl weiterer interessanter Themen – in bewehrter Mischung aus Erfahrungsberichten und Fachbeiträgen. Thematisiert werden beispielsweise das große therapeutische Spektrum bei Hörimplantaten, eine gute Bedienung von Hörgeräten, die bislang unzureichende Berücksichtigung des Themas Schwerhörigkeit bei Hausärzten, die CI-Nachsorge im Alter, die Ergebnisse einer Leserumfrage sowie die Erwartungen, die Patienten und deren Angehörige nach der CI-Anpassung haben. Und Leibniz-Preisträger Professor Dr. Tobias Moser wird in einem ausführlichen Interview als „Hörforscher mit Visionen“ vorgestellt.
Nicht zuletzt verabschieden sich Hanna Hermann, bisherige Chefredakteurin der „Schnecke“, sowie ein Großteil des Redaktionsteams mit dieser Ausgabe, bedanken sich bei allen Lesern und Unterstützern der Zeitschrift und wünschen dem neuen Redaktionsteam bestes Gelingen.
Weitere Informationen unter www.schnecke-online.de. Medienvertretern stellen wir auf Anfrage gerne auch ein Ansichtsexemplar der aktuellen „Schnecke“ zur Verfügung.












