(openPR) V-Day Bonn präsentiert Benefiz-Aufführung der „Vagina Monologe“ zu Gunsten der Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt
Einmaliges Gastspiel des Ensembles Frauenmantel aus Idar-Oberstein
Bonn (13. April 2015) – Zwischen unbändigem Gelächter und tiefem Berührtsein bewegten sich die Stimmungslagen des Publikums bei der Premiere der „Vagina Monologe“ im Stadttheater Idar-Oberstein im Jahr 2010. Für die Inszenierung eines Stoffes, dessen Umsetzung Feingefühl, Wandlungsfähigkeit und Spielfreude erfordert, erntete das Ensemble Frauenmantel auch in Bad Kreuznach, Bingen und Saarbrücken tosenden Beifall. Jetzt bringt die Theatergruppe aus dem Hunsrück das Stück zum letzten Mal in Bonn auf die Bühne.
Bei der Derniere am 18. April wird das Ensemble durch die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks (SPD), Nora Jordan (Bonna Nora I.) und Esther Takats (Mitglied der Bonn University Shakespeare Company) verstärkt werden.
„Dies ist für uns ein wundervoller Abschluss unserer fünfjährigen Spielzeit der Vagina Monologe. Wir freuen uns, gemeinsam mit Renate Hendricks, ihrer Tochter Nora und Esther Takats auf der Bühne zu stehen“, sagt Ensemble-Mitglied Doris Müller, die eine Schulsozialarbeiterin ist. "Das Ensemble Frauenmantel engagiert sich sehr gerne bei der Benefizveranstaltung zu Gunsten der Hannah-Stiftung, besonders da einzelne von uns langjährige Kontakte und Freundschaften in Bonn haben.“
Volker Wiedeck, ein Sozialarbeiter aus Königswinter, hat die Stiftung 2007 gegründet, nachdem seine damals 14-jährige Tochter Opfer eines Sexualmordes geworden war. Die Stiftung leistet Opferhilfe und fördert das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“ an Schulen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.
Nach Hannahs Tod, so Wiedeck, hätten sich viele Frauen bei ihm gemeldet und über ihre eigenen Gewalterfahrungen erzählt. Diese Erfahrung und Geschichten haben ihn zur Gründung der Hannah-Stiftung bewegt. „Es war wie ein Eiterpickel, der sich öffnete. Sexuelle Gewalt ist eine extreme Grenzüberschreitung. Eine Vergewaltigung endet niemals mit der Tat“, sagt er.
In dem den 1996 uraufgeführten Theaterstück beschreibt Eve Ensler, eine preisgekrönte US-amerikanische Dramaturgin und Autorin, feurig und kunstfertig die Ergebnisse ihrer dreijährigen Recherche über die Weiblichkeit und das Leben von Frauen um den Globus. Ensler hat für das Stück über 200 Frauen interviewt. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Ausdrucksweisen geben den Vagina Monologen eine lebendige Vielfältigkeit. Witz und Leichtigkeit stehen neben Traurigem und Erschütterndem.
Aus Enslers One-Woman Off-Broadway Show entwickelte sich eine globale Bewegung. Die Textsammlung wurde als Buch veröffentlicht, in 48 Sprachen übersetzt und in über 140 Ländern aufgeführt. Die Vagina Monologe wurden zum Kernstück der 1998 am Valentinstag ins Leben gerufenen V-Day Bewegung zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. V-Day steht für „Victory over Violence“ (Sieg über Gewalt).
„Gewalt gegen Frauen und Kinder passiert täglich überall in der Welt, auch vor und hinter unserer eigenen Haustüre. Jede dritte Frau in der EU hat seit ihrer Jugend körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt“, erklärt V-Day Koordinatorin Ivana Smith, die die Aufführung ehrenamtlich mit einer Gruppe von Mitstreiterinnen organisiert.
Die Vorstellung mit anschließendem Empfang beginnt um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Aula der Gottfried-Kinkel-Realschule /Bonns Fünfte Gesamtschule in Bonn-Kessenich (August-Bier-Straße 2, 53129 Bonn).
Karten sind für 12€ (10€ ermä?igt) im Online Vorverkauf (www.ticket-regional.de) und an der Abendkasse erhältlich (Reservierung unter02222-927 3296 oder
)
Vor und nach der Aufführung haben die ZuschauerInnen die Möglichkeit, sich mit MitarbeiterInnen von Beratungsstellen zu unterhalten und über Hilfsangebote für Betroffene und Präventionsarbeit zu informieren (u.a. Solwodi, FIBEr, Autonomes Frauenhaus, Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt). Mit den Erlösen der Veranstaltung sollen Präventionsprojekte an lokalen Schulen unterstützt werden.
Das Ensemble Frauenmantel (www.jubelart.de) wurde 2003 in Idar-Oberstein gegründet. Es besteht aus sechs bis acht aktiven Schauspielerinnen im Alter zwischen 39 und 62 Jahren. Mit ihrem Stück „Starke Frauen“ wurden sie überregional bekannt. Als Ensemble-Inszenierung wurden 2010 die „Vagina Monologe“ auf die Bühne gebracht. Auch 2013 und 2014 stand das Stück auf dem Spielplan und wird nun letztmalig am 18. April in Bonn aufgeführt.
Über die Hannah-Stiftung: Die Stiftung unterstützt Opfer von Gewalt, insbesondere Opfer sexueller Gewalt, und deren Angehörige. Sie fördert Maßnahmen und Projekte durch finanzielle Beihilfen oder komplette Finanzierung und entwickelt eigene Projekte. Sie kooperiert mit Beratungsstellen gegen sexuelle Gewalt, Frauenhäusern, dem Opferschutz der Polizei und weiteren Einrichtungen. www.hannah-stiftung.de










