(openPR) Adriana Altaras ist nicht nur Schauspielerin, Regisseurin und Autorin, sondern auch Mutter zweier Söhne, Ehefrau eines deutschen Katholiken und Tochter jüdischer Partisanen, denen sie 2011 mit „Titos Brille“ ein literarisches Denkmal setzte. Dieser Geschichte ihrer Eltern „und der ganzen strapaziösen Familie“ folgten zwei weitere Bücher („ Doitscha“, „Das Meer und ich waren im besten Alter“), in denen sie witzig und anrührend aus ihrem jüdischen Alltag erzählt.
Als Schauspielerin in zahlreichen Film- und Fernsehrollen wurde Adriana Altaras mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet. 2001 war sie in Berlin Regisseurin der berühmten „Vagina-Monologe“, die mit prominenten deutschen Schauspielerinnen besetzt waren.
Aber Adriana Altaras hat noch eine dritte berufliche Leidenschaft: Das Inszenieren von Opern, vorzugsweise in Provinztheatern. In diese Umgebung entführt uns ihr neuestes Buch und lässt uns, quasi als Rahmenhandlung, von der Idee bis zur Premiere „Die Entführung aus dem Serail“ erleben mit dem ganzen Ärger und den Widrigkeiten, die dazugehören…doch die Shoa ist immer dabei in Gestalt der jüdischen Souffleuse Sissele, die von Adriana Hilfe bei der Aufarbeitung ihrer jüdischen Familiengeschichte erhofft.
Die beiden Frauen begeben sich schließlich auf einen Roadtrip durch die Bundesrepublik bis nach Theresienstadt und Mauthausen um das Leben von Sisseles Vater, Fischel Chaimberg, zu recherchieren.
Der lockere Erzählton wird von bedrückendem Archivmaterial unterbrochen und dann wieder in der Altaras´ eigenen Art humorvoll, manchmal sarkastisch fortgesetzt. So wird das Böse erträglich.
Entstanden ist ein mitreißendes Buch von tiefer Menschlichkeit, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit verbinden.
Adriana Altaras liest auf Einladung der Buchhandlung Hoffmann in Eutin:
Am Mittwoch, dem 6. März um 19:30 Uhr im Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin.
Eintritt: 12 €












