(openPR) In der neuen Ausstellung „trashed fashion vs. fashioned trash“ lotet die GALERIE SUPPER, Baden-Baden, anhand von Brautkleidern aus Müll von Patricia Thoma, Design Kleidern von Chanel, Westwood, McQueen und Galliano, gepaart mit Modefotos von Ellen von Unwerth, sowie Tina Berning & Michelangelo Di Battista, die dichotomischen Verhältnisse von Mode aus.
Mode kann angesehen werden als Spiegel der Gesellschaft, ein Mittel der Kommunikation, mit welchem wir uns auf nicht sprachlicher Ebene verständigen können. Durch das Übermaß an Produktion unserer modernen Konsumgesellschaft befindet sich auch die Mode immer am Schneidegrad zur Wegwerfkultur.
So werden Mode und Müll zu zwei Seiten einer Konsumkultur, welche uns fortwährend begleiten und im Alltag umgeben.
Es entsteht eine Diskrepanz zwischen veredelter Designerkleidung, die auch noch getragen, als Vintage-Modell Wertigkeit besitzt, und dem Wegwerfprozedere einer Primark-Generation.
Die Künstlerin Patricia Thoma verkehrt den Standartprozess, wenn sie das, was eigentlich weggehört, alte Müllsäcke und Verpackungsmaterial, in aufwändiger Handarbeit zu Brautkleidern transformiert, deren feine Bestickung in Kombination mit edleren Materialien, wie beispielsweise ein Kragen aus Nerz, ihre ursprüngliche Herkunft verhehlen.
Großartige Kleider, die in Linienführung und Einfallsreichtum verführen, findet man bei Galliano, Alexander McQueen und Chanel. Diese stoßen auf ein Spannungsfeld, wenn Designer, wie Vivienne Westwood, durch das Trashige bewusst die Sehgewohnten von sich geziemender Kleidung stören.
Modefotografien von Ellen von Unwerth, sowie Tina Berning & Michelangelo Di Battista, die Models mit ihren Frisuren und kunstvollem Make-up zeigen, werden zu Ikonen ähnlich der Kleidung selbst. Sie begleiten diesen Tumult um den Laufsteg und werden als eigene Kunstform, in ihrer kreativen Ausschöpfung, fast so wichtig wie die Mode selbst.
Showroom:
Monika Thiele, Marc Junghans, Rayk Goetze, Katharina Meister












