(openPR) Rosenheim, 12.Februar 2015
Das Unternehmen Klaus Schöffel, Kaufmännische Dienstleistungen für den Mittelstand mit Sitz in Rosenheim hat sich aufgrund langjähriger Erfahrung darauf spezialisiert kleine und kleinste mittelständische Unternehmen (KMU), hinsichtlich der wesentlichen kaufmännischer Themen zu beraten. Darunter fällt der Aufbau einer geeigneten Kostenrechnung , Deckungsbeitragsrechnung und Controllingwerkzeugen, die strategische Ausrichtung und insbesondere die Liquiditätsvorschau und Planung. Die Neugründung erfolgte im Januar und zielt auf produzierende Betriebe im Südosten Münchens ab.
Eine der wesentlichen Aufgaben der Geschäftsführung und des kaufmännischen Beraters besteht darin, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit sicherzustellen.
Die Kennzahl, die die freien Geldmittel des Unternehmens darstellt, ist der free cash flow FCF. Sie beinhaltet die Mittel, die aus operativer und Investitionstätigkeit erzeugt oder verbraucht wird. Der Kassenbestand anfangs, der FCF und die Veränderung der Finanzierung bei Geldgebern beantworten die Frage, wieviel liquide Mittel zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unternehmen verbleiben.
Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten den FCF zu berechnen. Die direkte Methode der Gegenüberstellung aller Ein- und Auszahlungen und die indirekte Methode , die auf bilanzielle Bestandsgrößen z.B. des Jahresabschluss zugreift und daraus den Zahlungsfluss ermittelt. Jede Art der Berechnung hat seine Berechtigung, da man zwischen den Fristigkeiten der Darstellung zu unterscheiden hat.
Mittelfristige Berechnungen, die insbesondere für ein ganzes Jahr rückwirkend oder ein bzw. mehrere Jahre der Zukunft zu erstellen sind, können mit Hilfe der indirekten Methode ausreichend detailliert abgebildet werden. Man kann damit bilanzielle Zeitpunkt wie das Geschäftsjahresende hinreichend genau erfassen und den Zahlungsmittelbestand ausweisen.
Problematisch wird jedoch die kurzfristige Prognose der Liquiditätsausstattung für Tage oder Wochen im voraus. Diese Information ist wesentlich zur permanenten Sicherung der Liquidität. Die Kenntnis verschafft Sicherheit und beugt unliebsamen Überraschungen vor. Jedes Unternehmen hat somit die Aufgabe kurzfristig die Ein- und Auszahlungen zu erfassen und alle kurzfristig zahlungsrelevanten Aktivitäten fortzuschreiben. Problematisch ist insbesondere die Prognose, wann welche Ein- und Auszahlungen erfolgen werden. Offene Posten der Lieferanten können dabei selbst gesteuert werden, während die offenen Posten der Kunden der Höhe und des Zeitpunktes mit Unsicherheit behaftet sind. Dahingehend hat eine qualifizierte Abschätzung unter Verwendung des kfm. Vorsichtsprinzips zu erfolgen. Zahlungsläufe für die Auszahlung der Gehälter müssen dem Zeitpunkt und der Höhe nach prognostiziert werden. Zudem sind alle weiteren Ein- und Auszahlungen, die operative Tätigkeiten betreffen, abzuschätzen. ( Sonstiger betrieblicher Aufwand wie Reisekosten, Frachten etc.)
Die Saldierung der vorgenannten Positionen ermittelt den cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Weitere Zahlungsströme ergeben sich aus der Investitionstätigkeit und sind als Prognose der Zahlungen zu berücksichtigen. Investitionen ins Anlagevermögen, Desinvestitionen und Fördermittel sind hier zu erfassen.
Der cash flow aus der Finanzierungstätigkeit bildet alle zahlungswirksamen Transaktionen mit Geldgebern ab. Zu ermitteln sind z.B. Einlagen, Ein- oder Rückzahlungen von Darlehen dem Zeitpunkt und der Höhe nach. Nach Prognose aller aufgeführten zahlungswirksamen Transaktionen lässt sich die Liquiditätsentwicklung für einen kurzfristigen Zeitraum, der von jedem Unternehmen selbst zu bestimmen ist, darstellen.
Bei mangelhafter Liquiditätsausstattung sind bereits im Vorfeld dementsprechend Maßnahmen abzuleiten, um den Engpaß nicht aufkommen zu lassen bzw. zu überbrücken.
Zusammenfassend kann man die Empfehlung aussprechen, beide Methoden im Unternehmen zu implementieren, um kurz- und mittelfristig den Stand der Liquidität zu prognostizieren zu können. Ziel ist dabei, schon frühzeitig einen Engpaß zu antizipieren und die geeigneten Maßnahmen abzuleiten.
Kapitalflussrechnung
1. Zahlungsmittelanfangsbestand
+/- Ein-Auszahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit
2. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
+/- Ein-Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit
3. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+/- Ein-Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit
4. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
5. 1+2+3+4 Zahlungsmittelschlussbestand












