(openPR) ASCHAFFENBURG – GROSSOSTHEIM. Am Freitag, 20.03.2015 beobachtete die Klasse 10a4M der Privaten Schulen Krauß e. V. - Wirtschaftsschule - bei bestem Wetter zwischen 09:30 Uhr und 12:00 Uhr auf dem Flugplatz Aschaffenburg-Großostheim die partielle Sonnenfinsternis. Die Gruppe von acht Schülern und zwei Lehrkräften hatte zur Dokumentation dieses Ereignisses mehrere Teleskope, Sonnenbeobachtungsinstrumente sowie Astro- und Spiegelreflexkameras mitgebracht.
Schon im Dezember 2014 war das seltene Naturereignis in den Fokus der Schulleitung gerückt. Man wollte interessierten Schülern eine Beobachtung ermöglichen, die wissenschaftlichen Erfordernissen genügt. Seit Anfang Februar beschäftigten sich die beteiligten Schüler im Rahmen des Unterrichts mit dem Thema Sonnenfinsternis und –beobachtung. Auch die Beschaffung des notwendigen Equipments wurde glücklicherweise schon im Februar durchgeführt die Preise für Solarbrillen bzw. Solarfilterfolie für Teleskope stiegen kurz vor der Finsternis buchstäblich ins „Astronomische“.
Im Rahmen der seit einigen Jahren bestehenden Kooperation zwischen dem „Flugsportclub Aschaffenburg-Großostheim e. V.“ und den „Privaten Schulen Krauß e. V.“ wurde vom Flugsportclub dankenswerterweise ein exzellenter Beobachtungsort in der Nähe des Towers zur Verfügung gestellt. Am 20.03.2015 um 08:30 Uhr wurden auf dem Vorfeld des Flugplatzes insgesamt vier Teleskope (zwei davon mit Spiegelreflex- und CCD-Kameras ausgerüstet und an ein Laptop angeschlossen), ein Solarskope und diverse weitere Kameras in Betrieb genommen und die Solarbrillen aufgesetzt.
Im Laufe der fast zweieinhalb Stunden der Verfinsterung der Sonne fertigten die hochmotivierten Schüler an den optischen Geräten über 50 Videosequenzen an. Weiterhin wurden über 400 hochauflösende Detailaufnahmen von Sonne und Mond gemacht. Auf der Sonnenoberfläche ist deutlich die Sonnenfleckengruppe 2303 mit Umbra und Penumbra zu erkennen, welche vom Mond um 10:20 Uhr verdeckt wird und um 11:35 Uhr hinter dem Mond wieder auftaucht. Am Rand der Mondscheibe sind auf allen Aufnahmen vor dem hellen Hintergrund der Sonnenoberfläche die Gebirgszüge des Mondes als Silhouette zu erkennen. Die Auswertung des umfangreichen Bildmaterials wird wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen, die ersten Bildverarbeitungen am letzten Wochenende erwiesen sich als sehr vielversprechend und lassen auf erfreuliche Ergebnisse hoffen.











