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Tagungserfolg: Demenz Forum Berlin 2015 unterstützt Netzwerkarbeit vor Ort

20.03.201518:35 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Tagungserfolg: Demenz Forum Berlin 2015 unterstützt Netzwerkarbeit vor Ort
Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin Prävention/Pflegeversicherung im Bundesgesundheitsministerium
Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin Prävention/Pflegeversicherung im Bundesgesundheitsministerium

(openPR) Das Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg hat in Berlin Mitarbeiter von Pflegestützpunkten, Behörden, Pflegeanbietern und Vertreter von Krankenkassen sowie niedergelassene Mediziner und ehrenamtliche Helfer zum Demenz Forum Berlin 2015 eingeladen.

In die schleswig-holsteinische Landesvertretung waren am 27.02.2015 rund 70 hochmotivierte Teilnehmer gekommen, darunter Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke und Regina Kraushaar vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dort zuständig für Pflegesicherung und Prävention. Sie lobte in ihrem Grußwort die Innovationsfreude der Gastgeber aus dem nur 240 Kilometer entfernten Ratzeburg und betonte die Bedeutung von richtungsweisenden Rehabilitationskonzepten für die Entwicklung bundesweiter gesundheitspolitischer Vorhaben.

Die Referentenrunde eröffnete die Hamburger Soziologin Dr. Hanneli Döhner mit einer Präsentation von Studien der vergangenen Jahre zu pflegenden Angehörigen. Die anschließende Diskussion ergab folgendes Bild: Verwandte oder Partner, die sich tagtäglich um ein Familienmitglied mit Demenz kümmern, sehen sich erfahrungsgemäß selbst kaum als pflegende Angehörige. Bis zur Diagnosestellung Demenz kompensieren sie bereits längere Zeit die schwindenden Fähigkeiten der Betroffenen und wachsen so unmerklich in diese Rolle hinein. Dies führte zur Frage: Wie lassen sich dann die Betroffenen in ihrer häuslichen Pflegesituation eigentlich identifizieren?

Eine Teilantwort dazu gab Sylvia Kern, die Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. im zweiten Vortrag: Ihrer Erfahrung nach werde der pflegende Angehörige besser erkannt, wenn er selbst einen anderen Hausarzt habe als der von Demenz Betroffene - was bei Ehepaaren oftmals aber nicht der Fall sei. Deshalb unterstützt sie mit ihren Handlungsempfehlungen "Beipackzettel: Diagnose Demenz" vor allem Hausärzte darin, "einen gelingenden Dialog mit Betroffenen und ihren Angehörigen zu führen, wenn sie die Diagnose Demenz vermitteln müssen".

Diesen Unterstützungsgedanken nahm der Chefarzt des Alzheimer Therapiezentrums , Synan Al-Hashimy gerne auf, denn sein interdisziplinäres Therapeutenteam hat ein mehrteiliges Infopaket zusammengestellt, das es Ärzten und Pflegeberatern erleichtert, pflegende Angehörige für ihre eigene Belastungssituation zu sensibilisieren und sie vom Nutzen einer Rehabilitation zu überzeugen. Er erlebt bei den Menschen, die einen Demenzbetroffenen versorgen, vor allem eines: "Sie würden niemals ohne ihren Schützling zur Reha kommen und können in den ersten sieben bis zehn Tagen auch kaum "loslassen" von der Sorge um ihn."

Der Erfolg des Reha-Konzepts mit Mitnahmeoption für Menschen mit Demenz (RATZEBURGER MODELL) habe alle überrascht und im dritten Jahr nach dem Start zu kaum akzeptablen sechs Monaten Wartezeit geführt. "Am 1. August 2015 wird deshalb ein Erweiterungsbau mit einer Aufstockung auf 30 Rehabilitationsplätze und 26 Betreuungsplätze für demente Begleitpersonen eröffnet", kündigte Al-Hashimy an.

Einen besonders wohlwollenden Blick auf Menschen mit Demenz und ihre Begleiter richtete Diplom-Pädagoge und Altersexperte Erich Schützendorf. Er empfahl: "Wer pflegt, muss sich selber pflegen." Augenzwinkernd und mit rheinländischem Humor plädierte für gelassenere Formen des Umgangs mit Menschen, die sich "auf eine Reise weg vom Verstand machen und dafür verständnisvolle Begleitung brauchen".

Das Veranstaltungsteam freute sich über die durchweg positive Resonanz der Teilnehmer beim Demenz Forum Berlin 2015. "Viele haben offenbar einen neuen Blick auf die Situation der informell Pflegenden gewonnen: Wie man sie identifizieren kann, aber auch, welche Möglichkeiten es gibt, sie für Entlastungs-, Auszeit- und Rehabilitationsangebote zu gewinnen. Denn das bleibt nach wie vor eine große Herausforderung", so Organisatorin Janett Deckert.

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