(openPR) European Art Quilts VIII: Ein Spiel mit Formen und Farben
Museum Tuch + Technik zeigt klassische Textilkunst – modern interpretiert
Ein dunkelblauer Nachthimmel übersäht mit leuchtenden Sternen, eine Collage aus Zei-tungsüberschriften, der Grundriss einer antiken Stadt, eine Mauer mit unzähligen Resten von Plakaten. Ungewöhnlich sind die Motive der Quilts, der „genähten Gemälde“, in der Ausstellung „European Art Quilts VIII“, die das Museum Tuch + Technik vom 22. Mai bis 23. August 2015 zeigt. Auch die breite Palette an Materialien und mutige Farbkompositio-nen zeigen: Zeitgenössische Quiltkunst hat – ausgehend von den Wurzeln der klassi-schen Patchwork-Arbeiten – ihren eigenen Weg gefunden. Professionelle Quilter nutzen alte Techniken, setzen Akzente mit gesteppten Linien. Die Priorität bei der Entstehung der Kunstwerke liegt aber auf der freien Gestaltung.
Im Museum Tuch + Technik werden 49 zum Teil großformatige Quilts aus 15 Ländern gezeigt, darunter Frankreich, die Niederlande, Ungarn, Israel, Schweden und Polen. Die Kunstwerke wurden von einer internationalen Jury ausgewählt. Im Vergleich zu früheren Ausstellungen zeigt die European-Art-Quilts-VIII eine bemerkenswerte Entwicklung in Technik, Design und der Auswahl der Materialien: Als Grundlage dienen neben Stoffen wie Baumwollgeweben, Seide, Organza und Chiffon auch Papier, Wachs, Teebeutel, Plastik und Kunstfasern. Sie werden handgestickt oder maschinell verarbeitet. Dreidimen-sionale Exponate zeigen, dass sich Quilts von alten Vorstellungen und der Wand als Prä-sentationsfläche lösen.
In Norddeutschland ist die Ausstellung das erste – und letzte Mal zu sehen. Nach der Station in Neumünster endet die Wanderausstellung in Gloucester in England.
Museum Tuch + Technik
Dorothe Jacobs
Kleinflecken 1
24534 Neumünster
04321 - 559 58 15

Über das Unternehmen
Alte Handwerkstradition in modernem Gewand
Museum Tuch + Technik zeigt 2000 Jahre Textilherstellung
Wie wird Wolle zu Garn gesponnen? Wie wird Tuch gewebt? Im Museum Tuch + Technik erlebt der Besucher bei seiner Zeitreise in die Vergangenheit, dass sich die Grundprinzi-pien der Tuchherstellung von der Eisenzeit bis heute nicht geändert haben. 2000 Jahre Textilgeschichte zeigt das Museum Tuch + Technik. Damit ist es einzigartig in Deutsch-land.
Im Museum Tuch + Technik werden Exponate zu festen Zeiten vorgeführt. Besonders eindrucksvoll sind die Maschinen aus der Zeit der industriellen Tuchherstellung. Über 20 Meter lang und mehr als drei Meter hoch ist der Dreikrempelsatz, mit dem die Wollflocken zu einem lockeren Faden verarbeitet werden. Auf den alten industriellen Webstühlen in der Museumshalle flitzen zu den Vorführzeiten die Web-Schützen. Hier werden flauschi-ge Plaids gewebt, die die Besucher im Museumsladen kaufen können.
Eng verwoben mit der Geschichte der Textilherstellung zeigt das Museum Tuch + Tech-nik die Geschichte Neumünsters, das sich vom armen Geestdorf zum größten Industrie-standort Holsteins entwickelte. Feste und Vereine, Wohnsituation und Arbeitsbedingun-gen: Originalobjekte geben Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort. Medienstatio-nen mit Zeitzeugeninterviews und historischen Lehrfilmen machen den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis. Große und kleine Besucher können sich als Tuchmacher versuchen: Wolle kratzen und weben oder Fasern unter dem Mikroskop untersuchen.
Mit speziellen Aktionen, Themenführungen und Workshops wendet sich das Museum an Besucher aller Altersgruppen. Sie können Führungen bei der Buchung mit den Muse-umsmitarbeitern abstimmen und so thematisch individuell gestalten. Aktivprogramme und Projekte speziell für Schulklassen und Kindergartengruppen runden das Angebot der Museumspädagogik ab.
Insgesamt 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet das Museum Tuch + Technik. 300 davon sind für regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen reserviert. Außerdem bietet sich das Museum als Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Vorträge an. Auch Familienfeste und Kindergeburtstage können hier gefeiert werden.