(openPR) „Wer dem Lernen ergeben, gewinnt täglich.“, Das erkannt zu haben wurde dem legendären chinesischen Philosophen Laotse zugeschrieben. Heute ist diese Erkenntnis so richtig wie damals und hat zudem für tausendmal mehr Menschen existenzielle Bedeutung.
Das gilt ganz besonders deshalb, weil heute die Wirtschaftswelt das Leben der Menschheit bestimmt. Sie verschafft ihnen einerseits die Mittel zum Lebensunterhalt und verlangt von ihnen andererseits tätigen Einsatz von Wissen und Können, um dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Da Wünsche der Menschen und die Möglichkeiten ihrer Erfüllung stetiger Entwicklung und unaufhörlichem Wandel unterworfen sind, verändern sich auch laufend die Anforderungen der Wirtschaftswelt an die Menschen.
Betriebe müssen sich diesem Wandel ständig anpassen. Durch Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen sie auch die dazu erforderlichen Qualifikationen und entwickeln diese weiter. Obwohl die betriebliche Weiterbildung in erster Linie ein Mittel zur Verfolgung der wirtschaftlichen Ziele der Betriebe ist, berührt sie die dort arbeitenden Menschen in umfassender Weise, weil sie unaufhörlich persönliches und fachliches Lernen von ihnen verlangt.
Betriebliche Weiterbildung kann nur mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich durchgeführt werden. Deshalb müssen bei der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Weiterbildungsmaßnahmen die menschlichen und sachlichen Anwendungsbedingungen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten zugleich berücksichtigt und ggf. mit in den Lernprozeß einbezogen werden. Der enge Bezug der Lernaufgaben zu den Arbeitsaufgaben ist sowohl für die Lernmotivation wie auch für den fachlichen Erfolg der Weiterbildung äußerst wichtig. Anzustreben ist ein permanenter betrieblicher Lernprozeß als integrierter Teil des betrieblichen Leistungsprozesses, sodaß Lernen zum selbstverständlichen Inhalt der täglichen Arbeitsaufgaben wird.
Die Fähigkeit eines Betriebes bzw. seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unaufhörlich zu lernen, ist ein wichtiger – wenn nicht sogar der wichtigste - Faktor der seiner Wettbewerbsfähigkeit. Diese Erkenntnis ist nicht neu und war vor fast 30 Jahren schon Anlaß für einen Vortrag über die vollständige Integration der betrieblichen Bildung in den betrieblichen Leistungsprozeß. Sein Titel: Praxisintegriertes Lernsystem (PILS) – Verbesserung des Lernstransfers und der Weiterbildungsmotivation“ Heute zwingt der anhaltende Druck des Wettbewerbs noch stärker zur permanenten Steigerung der Kosteneffi¬zienz und der Effektivität des betrieblichen Bil¬dungs¬prozesses als damals. Da liegt es nahe, über neue Lösungen dieser Aufgabe nachzudenken.
Der Vortrag, der anläßlich des 1. Euro¬päi¬schen Forums für Ingenieurweiterbildung, 30.11.-02.12.88, in Stuttgart gehalten wurde, enthält grundlegende Anregungen und Vorschläge dazu. Der eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital hat den redaktionell leicht überarbeiteten Vortragstext deshalb in einer Broschüre (PDF) erneut veröffentlicht. Sie kann über www.read.ruedenauer.de kostenlos beim Verlag angefordert werden.
Wer lernt, gewinnt. Jedenfalls nutzt er die Chance dazu. „Das größte Hindernis beim Lernen ist: zu glauben, schon zu wissen.“ (Prof. Querulix, Volksmund)
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