(openPR) Kieferorthopädie bedeutet, die Kiefer zu richten, und das ist möglich, solange die Kiefer noch wachsen. Orthodontie heißt, die Zähne zu begradigen, und das ist ab dem Zeitpunkt möglich, ab dem die bleibenden Zähne durchgebrochen sind und solange, wie sie noch fest im Knochen verankert sind.
Hier sind einige Vorteile und Nutzen der kieferorthopädischen und orthodontischen Intervention:
1. Besser kauen: Eine gute Verzahnung erlaubt eine leichtere Zerkleinerung der Nahrung und dadurch ein besseres Kauen und Verdauen von Nahrung.
2. Kiefergelenke entlasten: Kiefer- und Kopfgelenk bilden eine Einheit. Eine Korrektur der Kieferfehlstellung, z. B. des Kreuzbisses bei Kindern, kann Zwangsbisse vermeiden und die Kiefergelenke entlasten.
3. Bessere Zahnpflege: Gerade und nicht gedreht stehende Zähne können besser gepflegt und länger erhalten werden. Die natürliche Pflege der Zähne durch die Zunge und den Speichel ist besser möglich – dadurch wird Zahnfleischentzündung und Parodontose besser vorgebeugt.
4. Entlastung der Zähne: Schiefstehende, engstehende, gedrehte und lückig stehende Zähne werden falsch belastet. Sie können sich durch Verschleiß und Überbelastung lockern, an Zahnhartsubstanz verlieren oder ausfallen. Eine funktionelle Verzahnung und gerade Zähne beugen dem vor.
5. Traumagefahr verringern: Stark abstehende Frontzähne im Oberkiefer können bei einem Unfall abbrechen. Die unteren Frontzähne können beim Tiefbiss die Gaumenschleimhaut und den Zahnhalteapparat der Oberkieferzähne schädigen. Durch frühe kieferorthopädische Behandlung kann diesen Trauma-Gefahren vorgebeugt werden.
6. Verlagerungen einordnen: Zähne, die nicht durchbrechen und im Kiefer verbleiben, können die Nachbarzähne schädigen oder eine Zyste bilden. Diese verlagerten Zähne sollten frühzeitig entdeckt und im Zahnbogen eingeordnet werden.
7. Operationen vermeiden: Sehr starke Kieferfehlstellungen können bei frühem Behandlungsbeginn ab dem 4. Lebensjahr kieferorthopädische korrigiert werden. Bei starker Ausprägung und wenig Restwachstum müssten dieselben Fehlstellungen Jahre später operativ therapiert werden.
8. Logopädie erleichtern: Eine logopädische Behandlung wird einfacher, wenn die Kiefer gut zueinander passen und die anatomischen Voraussetzungen gegeben sind, z. B. für die Behandlung von Lispeln oder Zungenpressen. So können Schluck- und Sprachprobleme frühzeitig behoben werden.
9. Prothetik erleichtern: Für den Zahnarzt ist es meist schwierig, Zahnersatz einzusetzen, wenn die Nachbarzähne nicht ideal stehen. Hier kann die feste Zahnspange helfen und diese Zähne aufrichten, bewegen und dadurch Zahnlücken verkleinern oder vergrößern.
10. Ästhetik verbessern: ein schönes Lächeln und besseres Aussehen erhöhen die Attraktivität, das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen.
11. Schlafapnoe beseitigen: Im Kindes- und Jugendalter können schlafbezogene Atemstörungen durch das Erweitern des Oberkiefers und das Vorverlagern des Unterkiefers kausal behandelt werden.
12. Abstellen von Habits: Schlechte Gewohnheiten von Kinder, wie Daumenlutschen, Lippensaugen usw. werden vorzeitig abgestellt, damit das normale Kieferwachstum stattfinden kann.
13. Zahnwechsel überwachen: Schon mit ca. 6 Jahren beginnt die erste Wechselphase der Zähne – es kommen die ersten bleibenden Zähne. Die Überwachung bis zum 13. Lebensjahr sollte der Kieferorthopäde übernehmen um bei Unregelmäßigkeiten wir Retention, Verlagerung oder Zahnfehlstellungen wir Kreuzbiss oder Tiefbiss zu intervenieren.
Fazit: Die erste Kontrolle beim Kieferorthopäden sollte spätestens mit 7 Jahren erfolgen. Der Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ist der Spezialist für gerade Zähne, gerade Kiefer und ein schönes Lächeln!


















