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MP3-Erfinder Brandenburg: Konzertsaal der Zukunft ist das Auto

20.04.200612:07 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Halle (Saale), 20. April 2006. Am gestrigen Dienstagabend ist in Frankfurt (Main) die diesjährige forward2business-Zukunftsuniversität gestartet. Als erster Redner stellte sich MP3 Erfinder Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg der Frage, wie wir in 10 Jahren klassische Musik erleben werden.



Die öffentliche Vortragsreihe des forward2business-Zukunftskongresses (www.forward2business.com) bringt jährlich die Vordenker der Musik-Film-Medien-Industrie an deutsche Universitäten und Hochschulen. In diesem Jahr sind die Kooperationspartner die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt, die Hochschule für Gestaltung Offenbach und das Deutsche Filmmuseum Frankfurt. In sieben Zukunftsreden prognostizieren Visionäre und Manager der Branche in diesem Jahr vor allem die Zukunft der klassischen Musik im Zeitalter des digitalen Wandels.

MP3-Erfinder Prof. Brandenburg vertrat in seiner Eröffnungsrede die These, dass das wesentliche Kriterium für den Genuss von Klassik in Zukunft das ästhetische Nachempfinden eines Konzertsaales sei. Diesen besonderen Raum mit all seinen Klängen und Resonanzen versuchten die Geräteindustrie und ihre Entwickler nachzuempfinden. Mit Hilfe von neuen Technologien werde dabei in allen Lebensbereichen versucht einen perfekten Konzertsaal zu imitieren. Dies führe auf den verschiedenen Verbreitungswegen zu unterschiedlichen Erfolgen.

Home-Konzertsaal vs. WAF (Wife Acceptance Factor)

Als Beispiel der neuen Klangwelt entwarf Prof. Dr. Brandenburg für die Teilnehmer der forward2business-Zukunftsuniversität das Wohnzimmer der Zukunft. Neben den weiterhin attraktiven „richtigen Konzertsälen“ komme der Konzertsaal der Zukunft nach Hause. Bestimmt werde der Home-Konzertsaal durch die Stereoanlage der Zukunft. Diese werde die Familienmitglieder automatisch erkennen und zu bestimmten Uhrzeiten die entsprechende Lieblingsmusik anspielen. Sie könne sich „Musik merken“ und über einen Homeserver auf alle wichtigen Abspielpunkte im Haus oder mobile Geräte kopieren. Ebenso könne sie auf Kommando oder nach dem Vorsummen einer Melodie „Musik suchen“. Dies sei insbesondere für Klassikliebhaber relevant, die alle Aufnahmen ihrer Lieblingsstücke suchen und sofort kaufen würden. Zugleich werde die Stereoanlage der Zukunft dem Klassikfan eigenständig unbekannte Stücke vorschlagen, die seinem Geschmack entsprechen.

Auch eine unüberschaubare Masse an digitalen Rundfunksendern empfange die Stereoanlage der Zukunft. Aus diesem Angebote werden sich die Nutzer nach ihren Vorlieben individuelle Programme zusammenstellen lassen. Für Klassik-Sender gäbe es dabei die Möglichkeit, sich von ihren Konkurrenten dadurch zu unterscheiden, dass sie größere Bandbreiten für die Tonübertragung nutzen. Dann sei auch Radio- und TV-Empfang in Konzertsaal-Qualität möglich.

Allerdings stellte Prof. Brandenburg gleichzeitig einen schleichenden Rückzug der Klassik aus den Wohnzimmern fest. Grund sei, dass ein hochwertiger Raumklang nicht zu erreichen sei, ohne durch große Boxen und viele Kabel das ästhetische Empfinden zu stören. Der in der Zeitschrift c’t erstmals erwähnte Wife Acceptance Factor (WAF) stehe dem Home-Konzertsaal entgegen, so Brandenburg. Aus diesem Grund sei die Vision des Home-Konzertsaales erst realisierbar, wenn in 10 Jahren in unseren Wohnzimmern Flachlautsprecher als Bilder hingen und Boxen in Möbel und Tapeten integriert seien.

Konzertsaal der Zukunft: Das Auto

Ein wesentlich ambitionierterer Konzertsaal der Zukunft ist nach der Vorstellung des MP3-Erfinders das Auto. Dies sei der Ort, an dem in Zukunft wesentlich konzentrierter und in gleich bleibender Sitzhaltung Klassik gehört werde. Dies ermögliche eine weitgehende Optimierung der Soundeigenschaften in Autos. Er erwarte in 10 Jahren einen sehr großen Prozentsatz von Autos mit einem MP3-gestützen Soundsystem, dass ein Klassikhören mit dem Genuss eines Konzertsaales ermögliche. Das Auto werde automatisch sobald es vor der heimatlichen Wohnung parke, vom Home-Server mittels WLAN oder Bluetooth mit den neusten Musikstücken versorgt.

Die technologische Grundlage biete dafür das von Prof. Brandenburg und seinem Team entwickelte IOSONO-Soundsystem, das es mittels einer Vielzahl von rundum angeordneten, einzeln angesteuerten Lautsprecherboxen ermögliche, den originalen Klang eines Konzertsaales zu erleben. Entsprechende Entwicklungen mit der Autoindustrie seien bereits im Gange.

Innovationen von IFA 2006 erwartet

Hingegen sei das mobile Hören von klassischer Musik über tragbare MP3-Player oder Handys nicht viel versprechend. Grund dafür sei, dass es nach wie vor nicht möglich sei, einen annähernd wirklichkeitsnahen Raumklang mit Kopfhörer zu erreichen. Allerdings erwartet der MP3-Erfinder von der diesjährigen Internationalen Funkausstellung IFA bedeutende Innovationen in diesem Segment, unter anderem vom ENSONIDO-Projekt der Fraunhofer-Forscher.

„Klassik-Open-Airs sind etwas Deprimierendes“

Die schnellste Entwicklungsmöglichkeit sieht Prof. Brandenburg bei Open-Air-Events. Bisher gäbe es bei den meisten Freiluft-Klassik-Konzerten für die Zuhörer im Vergleich zu Konzersälen einen nicht akzeptablen „Klangmatsch“. Diese Open-Airs seien für Klangliebhaber „etwas Deprimierendes“, so der MP3-Erfinder.

Jedoch werde die Klangqualität deutlich besser, wenn die Veranstalter mittels Klangfeldsynthese versuchten, auch Open-Air die Akustik eines Konzertsaales zu imitieren. In 10 Jahren werde dies gang und gäbe sein. Als Beispiel nannte Brandenburg die Seebühne der Bregenzer Festspiele. Hier sind die Zuschauerränge seit 2005 umgeben von einem lückenlosen, architektonisch eingepassten Lautsprecherring. Dieser simuliert den Raumklang und die Resonanzen eines Konzertsaales und bewirke ein einzigartiges Opernerlebnis, so der MP3-Erfinder. Bis zum Jahr 2010 werde dieses System von seinem Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie weiter optimiert.

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