(openPR) Bundesweite Ausschreibung: Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro / Bewerbungsschluss 20. Februar 2015
Torgau, 6. Februar 2015. Die sächsische Stadt Torgau schreibt bundesweit zum fünften Mal den mit 3.000 Euro dotierten Katharina-von-Bora-Preis aus. Noch bis zum 20. Februar 2015 können Frauen vorgeschlagen werden. In diesem Jahr liegt der Fokus der Ausschreibung auf künstlerisch-kreativen und medial-vermittelten Projekten.
Die Stadt Torgau ehrt mit dem Katharina-von-Bora-Preis Frauen, die sich in außerordentlicher Weise für ein gemeinnütziges Projekt engagieren und hält damit zugleich die Erinnerung an die couragierte Frau Martin Luthers wach.
Die Reformationsbewegung war auch ein Medienereignis, in dem neue Ideen und Sichtweisen mit den Leitmedien der damaligen Zeit, Buch und Bild, vermittelt wurden. Eine neue Wort- und Bildsprache entstand. Im Themenjahr der Lutherdekade „Bild & Bibel“ liegt der Fokus des Katharina-von-Bora-Preises auf künstlerisch-kreativen und medial-vermittelnden Projekten.
Berücksichtigt werden Aktivitäten aus den Bereichen bildende Kunst, Sprache und Theater – dies auch in Verbindung mit pädagogischen oder politischen Anliegen. Dabei kann es beispielsweise um die Verbesserung kultureller Bildung gehen oder um Maßnahmen, die die Medienkompetenz junger Menschen fördern.
Der Hauptpreis ist mit der Vergabe des Titels „Katharina-Botschafterin“ verbunden und mit 3.000 € dotiert, die dem Projekt zugutekommen. Zudem werden weitere Anerkennungspreise vergeben. Eine unabhängige Jury wird im Frühjahr 2015 die Preisträger aus den eingegangenen Vorschlägen auswählen. Der Jury gehören Vertreter aus Kultur, Kirche, Politik und Gesellschaft an. Die feierliche Preisverleihung findet zum 6. Katharina-Tag am 4. Juli 2015 in Torgau statt.
Die Bewerbungsunterlagen sowie detaillierte Informationen zum Preis und zu den Teilnahmebedingungen sind auf der Website www.katharinatag.de abrufbar.
Hintergrundinformationen zum Katharina-von-Bora-Preis
Der Katharina-von-Bora-Preis wurde 2011 von der Stadt Torgau ins Leben gerufen, um an die außergewöhnliche Frau an Martin Luthers Seite, Katharina von Bora, und ihr Wirken zu erinnern. Torgau war die erste Station auf ihrer Flucht aus dem Kloster Nimbschen 1523. Hier befindet sich ihr Sterbehaus, das heutige Museum „Katharina-Luther-Stube“ und ihr Epitaph in der Stadtkirche St. Marien. Katharina von Bora war Mutter von sechs Kindern, verwaltete und bewirtschaftete umfangreiche Ländereien, betrieb eine Bierbrauerei und führte ein Haus der Gastlichkeit für Luthers Studenten. In Zeiten der Pestepidemie baute sie eine Krankenstation und ein Hospiz auf. Auch an den Tischgesprächen und Diskussionen im Hause Luthers beteiligte sie sich, was für Frauen in dieser Zeit nicht üblich war. Luther nannte sie liebevoll seinen „Herrn Käthe“.
Der Katharina-Tag in Torgau wird seit dem Jahr 2010 jährlich im Sommer veranstaltet. Bisherige Preisträgerinnen des Katharina-von-Bora-Preises sind Bosiljka Schedlich, Gründerin und Vorsitzende des Vereins „Südost Europa Kultur e.V.“ (2014); Sonja Brogiato, Sprecherin des Flüchtlingsrates Leipzig e.V. (2013); Cathrin Schauer vom Verein KARO e.V. Plauen, der gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel kämpft (2012) und Edith Koch von der Frauenhilfe und Katharina-von-Bora-Stiftung Dudenhofen (2011).









