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Biostadt München in Gefahr?

29.01.201518:17 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) CSU-Fraktion beantragt im Stadtrat die Gleichstellung von Bio- und regionalen Produkten bei Großveranstaltungen

MÜNCHEN. REGIONAL IST NICHT GLEICH BIO. Am 21. Januar 2015 reichte die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat den Antrag ein: „Regional ist das neue Bio. Produkte aus regionaler Herstellung bei den Bewerbungen besser berücksichtigen“. Die Forderung: Es sollen beim Zulassungsverfahren für das Oktoberfest, für den Christkindlmarkt und die Dulten regional erzeugte und hergestellte Produkte den Bio-Produkten bei der Anzahl der zu vergebenden Punkte gleichgestellt werden. Begründet wird dies u.a. damit, dass das Gütesiegel „Qualität und Herkunft aus Bayern“ ähnlich wertig sei wie die Qualitätskriterien, die für Bioprodukte gelten.


Bei den Veranstaltern des Tollwood Kulturfestivals löst der Antrag im Stadtrat Besorgnis und Befremden aus. Rita Rottenwallner, Geschäftsführerin des Tollwood Festivals: „Es ist äußerst irritierend, dass dieser Antrag den mühsam erkämpften, gleichwohl immer noch geringen Bio-Anteil auf öffentlichen Großveranstaltungen gegen „regional“ ausspielt. Die regionale Herkunft von Lebensmitteln ist wünschenswert, wenn diese Lebensmittel gleichzeitig mit hohen Ansprüchen an den Schutz von Gesundheit, Umwelt und Tierwohl hergestellt wurden. Gerade in Bayern beobachten wir jedoch mit dem Ausbau der industrialisierten Intensivtierhaltung eine sehr beunruhigende Entwicklung.“
Stephanie Weigel, Leiterin der Tollwood-Umweltabteilung ergänzt: „Gerade das Thema Tierhaltung ist sensibel: Die Verbraucher wünschen sich Produkte aus der Region, die gleichzeitig auch aus artgerechter Tierhaltung stammen. Das Regionalsiegel „Qualität und Herkunft aus Bayern“ stellt nur minimal höhere Anforderungen an den Tierschutz, als gesetzlich ohnehin verlangt. Wirklich artgerechte Tierhaltung wie bei Bio wird hier nicht vorgeschrieben. Nicht einmal gentechnisch veränderte Futtermittel sind ausgeschlossen.“
Dabei liegt Bayern beispielsweise in der Masthähnchenproduktion auf Platz drei im gesamtdeutschen Vergleich – mit 3,7 Millionen Hähnchenmastplätzen. Ähnlich in der Schweinemast: Von den knapp 2,5 Millionen. beantragten Schweineplätzen in den Jahren 2009 bis 2012 entfielen zirka 300.000 auf Bayern. Angesichts der bedrohlichen Zunahme multiresistenter Keime, wie der aktuelle Fall der Universitätsklinik Kiel zeigt, ist das eine alarmierende Entwicklung. Denn multiresistente Erreger entstehen auch durch den Einsatz von Antibiotika in der industriellen Massentierhaltung.


TNS Emnid-Umfrage „München – artgerecht?!“
Eine von Tollwood in Auftrag gegebene und im Oktober 2014 veröffentlichte TNS Emnid-Umfrage, spricht eine deutliche Sprache, was die Münchnerinnen und Münchner von ihrer Stadtpolitik erwarten: 85 Prozent der befragten Münchnerinnen und Münchner bereit wären, auf Veranstaltungen der Stadt München für Produkte aus nachweislich artgerechter Haltung mehr Geld auszugeben. 75 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn die Stadt München in ihrem Wirkungskreis vorschriebe, Fleischprodukte aus artgerechter Haltung zu beziehen. Für die repräsentative Umfrage waren 1.001 Münchnerinnen und Münchner in der Zeit vom 12. bis 27. September 2014 befragt worden.

Tollwood setzt sich mit bio-zertifizierter Festivalgastronomie, der Gemeinschaftsinitiative „Bio für Kinder“ und der Kampagne „Artgerecht“ seit vielen Jahren für ökologisch erzeugte Lebensmittel, für ein Ende der grausamen Missstände in der Massentierhaltung und eine artgerechte Tierhaltung ein.


Anlagen & Quellen:
• Der Antrag des Stadtrates vom 21.01.2015 im Wortlaut: http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_antrag_detail.jsp?risid=3572914
• Tierhaltungsanlagen u.a. in Bayern: http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/Erhebung-Tierhaltungsanlagen-2009-2012.pdf /
• Informationen zur „Artgerecht“-Kampagne: http://www.tollwood.de/winterfestival-2014/artgerecht/

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