(openPR) Geschäftsführer Lüddemann: „Infrastruktur hat ihren Preis“
Bonn, 13.4.2006. Als nur zum Teil gelungen bezeichnet der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) die heutige Bekanntgabe der neuen Interconnectionentgelte durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Danach sinken die zu zahlenden Beträge für die Übergabe von Gesprächen in das Netz der Deutschen Telekom für solche Wettbewerber, die ihr eigenes Netz gut ausgebaut haben deutlich stärker, als für solche, die nur geringe Aufbauleistung gezeigt haben. Beurteilt wird dies nach der Zahl der so genannten Zusammenschaltungspunkte mit dem Netz der Deutschen Telekom. Die BREKO-Mitgliedsfirmen sind in ihren jeweiligen Verbreitungsgebieten in der Regel an alle Zusammenschaltungspunkte der Telekom gekoppelt, was sie von Verbindungsnetzbetreibern unterscheidet, die über wenige Interconnectionpunkte vornehmlich Preselection-Gespräche anbieten.
„Die Beibehaltung der Entgelt-Spreizung ist voll in unserem Sinne“, sagt BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann, „die Absenkung des absoluten Entgeltniveaus ist aber eine Entscheidung zu Lasten des Infrastrukturwettbewerbs.“ BREKO befürchtet eine schleichende Abwertung der Aufbauleistung durch diese Festlegung. „Das Geschäftsmodell der BREKO-Firmen kostet sehr viel Geld wegen des Infrastrukturaufbaus – Entgelte, die diese Kosten nicht widerspiegeln, sind auf Dauer kontraproduktiv“, so Lüddemann weiter. Der Geschäftsführer hat dabei auch die eigenen Entgeltanträge im Sinn, die regeln, welche Beträge die Telekom gegenüber den Wettbewerbern zu entrichten hat.











