openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Forscher nähen Mäuse zusammen

23.01.201518:19 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Forscher nähen Mäuse zusammen
Grausame und nutzlose Tierversuche
Grausame und nutzlose Tierversuche

(openPR) Umstrittene Tierversuche «auf der Suche nach dem Jungbrunnen»

(Reinach/Bonaduz) Während die Parabiose, eine 150 Jahre alte Tierversuchstechnik, in vielen Ländern seit Jahrzehnten nicht mehr angewandt wird, erlebt diese Technik in den USA und Grossbritannien gerade ein Revival. Bei dieser Technik handelt es sich um sehr stark belastende Tierversuche, wobei zwei Tiere Seite an Seite so zusammengenäht werden, dass ihre Körper zusammenwachsen und ihre Blutkreisläufe zu einem gemeinsamen Blutkreislauf «verschmelzen».


Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert ein Verbot dieser besonders grausamen und nutzlosen Technik und verlangt, dass die Forscher auf zeitgemässe tierversuchsfreie Forschungsmethoden umsteigen.

Wie «Nature» in seiner neusten Ausgabe berichtet, werden zurzeit in mehreren Laboren Parabiose-Experimente zwecks Altersforschung durchgeführt. Dazu nähen Forscher jeweils eine alte Maus an eine junge Maus und untersuchen danach, welche Auswirkungen dies auf die Tiere hat. Die Forscher behaupten, dass die alte Maus nach diesem Eingriff jeweils schöner, stärker, klüger und gesünder wurde. Die Forscher berichten, dass sie bereits damit begonnen haben, die Bestandteile des Blutes, welche für diese Veränderungen verantwortlich sein könnten, zu identifizieren, und nehmen an, dass ihre Forschungsergebnisse künftig dem Menschen nützen könnten.

Dass in der Altersforschung Parabiose-Experimente durchgeführt werden ist keineswegs neu. Bereits seit Mitte der 50er Jahren werden in diesem Forschungsbereich Parabiose-Experimente durchgefuhrt. «Dass Forscher noch immer - 65 Jahre nach dem Aufkommen der Parabiose-Altersforschung - auf diese Forschungsart setzen ist erschreckend.» sagt Marietta Haller, wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG STG. «Anhand moderner Chips, wie z.B. „organ-on-chip“ oder „human-on-a-chip“, könnte man schnell und zuverlässig untersuchen, wie das Blut eines jungen Menschen auf die Zellen und Organe eines alten Menschen wirkt.»

Herauszufinden, welche Kombination verschiedenster Blutbestandteile für den veränderten Gesundheitszustand zusammengenähter Tiere verantwortlich sind, ist schwierig, kosten- und zeitaufwändig. Dazu kommt, dass die Ergebnisse aus den Parabiose-Experimenten kaum auf den Menschen übertragbar sind. Auch wenn es Forschern gelingen sollte, «dank» Parabiose-Experimenten einen Blutbestandteil, welcher einen positiven Einfluss auf den Alterungsprozess einer Maus hat, zu identifizieren; ob dieser Stoff die gleiche Wirkung auf den Menschen hat, müsste anschliessend ausführlich am Menschen überprüft werden.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert die Forschung auf, nur noch sichere, innovative und zukunftsgerichtete Forschungsmethoden anzuwenden. Um diese zu ermitteln, fordert die AG STG seit Langem, dass eine konsequente Vergleichsuntersuchung von humanbiologischen Tests und Tierversuchen im Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin durchgeführt wird.
Die tierversuchsfreie Forschung übertrifft die Tierversuchsforschung in Übertragbarkeit, Reproduzierbarkeit, Schnelligkeit, Aussagekraft, Wissenschaftlichkeit und ist zudem noch kostengünstiger.

Den Artikel aus dem «Nature» finden Sie unter: http://www.nature.com/news/ageing-research-blood-to-blood-1.16762?WT.ec_id=NATURE-20150122

Die Broschüre «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» finden Sie als PDF unter: http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_medizin-der-zukunft-tierversuchsfreie-forschung_de.pdf

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 835865
 723

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Forscher nähen Mäuse zusammen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner

Bild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' AffenexperimenteBild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
(Zürich/Rotkreuz) Regierungsrat befürwortet Affenversuche Im Juli 2015 haben drei Mitglieder der Zürcher Tierversuchskommission gemeinsam Rekurs gegen die geplanten Affenversuche am Institut für Neuroinformatik (INI) der Universität und ETH Zürich eingelegt. Wie anfangs dieses Monats bekannt gemacht wurde, hat der Zürcher Regierungsrat den Rekurs gegen die geplanten Experimente nun abgewiesen. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, hielt am Dienstag 22. Dezember eine Mahnwache als Zeichen gegen die geplanten Versu…
Bild: Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?Bild: Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?
Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?
(Aarau) Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck «Möchten Sie gerne einen Arsen-Weihnachtskringel oder einen Zyankali-Spekulatius probieren?» fragten heute Engel in der Aarauer Altstadt. Viele Passanten blieben daraufhin irritiert, teils schockiert stehen, wurden dann aber gleich über den Hintergrund dieser Aktion aufgeklärt. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) zeigte mit der Aktion «Vergiftetes Weihnachtsgebäck» auf, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind. Jährlich werden in …

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuelle Statistik: 2.753.062 Tiere - Tierversuchszahlen unverändert hoch!
Aktuelle Statistik: 2.753.062 Tiere - Tierversuchszahlen unverändert hoch!
… Botox-Tierversuchen (Botulinumtoxin-Chargen-Potenzprüfung) zu Tode gequält, davon wurden 69.554 Versuche als „schwer“ eingestuft. Dabei ist zu bedenken, dass die Einteilung der Schweregrade vom Forscher selbst vorgenommen wird. Den mit Abstand größten Anteil mit 58,7% hatte die Grundlagenforschung, gesetzliche vorgeschriebene und Routineversuche lagen bei 22,5 % und …
Bild: Alzheimertherapie: Versuchstiere gewinnen Erinnerungen zurückBild: Alzheimertherapie: Versuchstiere gewinnen Erinnerungen zurück
Alzheimertherapie: Versuchstiere gewinnen Erinnerungen zurück
… verbesserten eine „bereichernde Umgebung“, aber auch ein neuer Wirkstoff das Erinnerungsvermögen der Tiere selbst dann, wenn die Demenz bereits fortgeschritten war. Die Grundlagenforscher glauben in Nature (2007; doi: 10.1038/nature05772) einen neuen Therapieansatz für Demenzerkrankungen gefunden zu haben und kündigten baldige klinische Studien an. Ein Laufrad …
Deutsches Krebsforschungszentrum versucht Tierversuchsgegner einzuschüchtern
Deutsches Krebsforschungszentrum versucht Tierversuchsgegner einzuschüchtern
… e.V. Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. 11. Juli 2019 Deutsches Krebsforschungszentrum versucht Tierversuchsgegner einzuschüchtern Beschwerde wegen Einstellung der Ermittlungen gegen DKFZ Die Forscher, die illegale Tierversuche an Mäusen durchgeführt haben und die Tiere zwei Tage lang haben leiden lassen, sollen bestraft werden, …
Verändertes Immunsystem im Gehirn kann Neurodegeneration hervorrufen
Verändertes Immunsystem im Gehirn kann Neurodegeneration hervorrufen
… Geburt verändert, vermehren sich Mikrogliazellen im Erwachsenenalter übermäßig, lösen Entzündungsreaktionen im Gehirn aus und führen schließlich zum Absterben von Nervenzellen. Gaben die Forscher den Tieren einen Hemmstoff gegen das nur in Mikrogliazellen veränderte Molekül BRAF ins Futter, traten die Hirnschäden und Verhaltensänderungen der Mäuse deutlich …
Stresshormone beschleunigen Übergewicht und Zuckerkrankheit mit dem Alter
Stresshormone beschleunigen Übergewicht und Zuckerkrankheit mit dem Alter
… das wesentliche Ziel der Studie. So könnte man mit Medikamenten Stresshormone beeinflussen, um Übergewicht oder die Zuckerkrankheit zu behandeln. Jetzt hat ein Forscherteam um Richard Moriggl vom Ludwig Boltzmann Instituts für Krebsforschung (LBI-CR), der Veterinärmedizinischen und der Medizinischen Universität Wiens gemeinsam mit internationaler Beteiligung …
Bild: Studie: Heilsversprechungen der tierexperimentellen ForschungBild: Studie: Heilsversprechungen der tierexperimentellen Forschung
Studie: Heilsversprechungen der tierexperimentellen Forschung
… Krebs seit 1990 und seit 2005 können routinemäßig Schweineherzen auf Menschen transplantiert werden – so zumindest die auf Tierversuchen basierenden Prognosen mancher Forscher. Wenn eine neue Behandlungsmethode im Tierversuch funktioniert, wird dies oft übertrieben positiv in der Öffentlichkeit dargestellt, doch tatsächlich bleibt die effektive Therapie …
Bild: Mastzellen sollen verantwortlich für Fettleibigkeit sein!Bild: Mastzellen sollen verantwortlich für Fettleibigkeit sein!
Mastzellen sollen verantwortlich für Fettleibigkeit sein!
Berlin, 21. Oktober 2016. Forscher aus den USA und Frankreich, sehen einen neuen Therapieansatz bei Fettleibigkeit durch die Mastzellen stabilisierende Wirkung von Antiallergika. Übergewicht sieht nicht nur unschön aus, sondern macht auch krank. Um dem Grund von Übergewicht auf die Schliche zu kommen, haben US-amerikanische und französische Wissenschaftler …
Bild: Forscher finden Grund für gestörten Fettabbau im AlterBild: Forscher finden Grund für gestörten Fettabbau im Alter
Forscher finden Grund für gestörten Fettabbau im Alter
Forscher der Universitäten Yale und Bonn haben eine mögliche Ursache dafür gefunden, dass alte Menschen vermehrt Fett in der Bauchgegend einlagern. Folge können chronische Erkrankungen sein. Die Studie eröffnet möglicherweise auch neue Therapieoptionen. Sie erscheint heute im renommierten Fachmagazin „Nature“. ACHTUNG SPERRFRIST: Nicht vor Mittwoch, …
Bild: Heute Preis für den schlimmsten Tierversuch verliehenBild: Heute Preis für den schlimmsten Tierversuch verliehen
Heute Preis für den schlimmsten Tierversuch verliehen
… Mitarbeiterin Dr. rer. nat. Dilyana Filipova und weiteren Aktivisten des Vereins heute auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes den Negativpreis überreichen wollte. Die Forscher der Uniklinik verteidigten ihre altertümlichen Methoden, indem sie die Delegation des Ärztevereins mit etwa 30 Personen umringten und eine Stunde lang in eine …
Heidelberger Tierexperimentatoren müssen Bußgeld zahlen
Heidelberger Tierexperimentatoren müssen Bußgeld zahlen
… lange leiden mussten, wurde nicht geahndet, dennoch zeigt sich der Verein zufrieden. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hatte in einem Fachartikel der Heidelberger Krebsforscher sogenannte Überlebenskurven von Mäusen entdeckt, die zeigen, dass Nacktmäuse nach 36 bis 50 Tagen qualvoll starben, nachdem ihnen menschliche Krebszellen eingepflanzt worden …
Sie lesen gerade: Forscher nähen Mäuse zusammen