(openPR) Sie empfing mich finster und unfreundlich, die Verantwortliche für die Landesgartenschau 2006. Nichts desto trotz, wollte ich mir meine gute Laune nicht verderben lassen und schon mal vor der offiziellen Eröffnung über die LGS in Bad Wildungen schlendern. Bepackt mit Kamera, Tasche und etlichen Objektiven machte ich mich also auf den Weg.
Die Parkplatzsuche war schnell erledigt, ein Wachmann geleitete mich auf die gegenüber liegende Seite des Eingangs, am östlichen Anfang der LGS. Der Parkplatz war klein – aber mein. Nach einem freundlichen Wortwechsel funkte besagter Wachmann seine Mannschaft an und teilte seinen Mitbewachern mit, dass ein großer Kerl mir großer Tasche über das Gelände schlendern wird, um einige Fotos zu machen. Gesagt, getan - los ging’s, auf große Erkundungs-Tour.
Die diesjährige Landesgartenschau in Bad Wildungen wird nicht mit Superlativen protzen. Eher klein und fein wird sie werden. Bescheiden in ihren Ausmaßen, etwas eingeengt im Tal, einem Bachlauf folgend. Am Eingang im Osten befindet sich ein großes Zelt und die Bühne für die vielen geplanten Events. Am anderen Ende der LGS ist eine großartige Treppe entstanden, die uns Besucher tief ins Tal blicken lässt.
Immer wieder fauchte die Verantwortliche – meine ständige Begleiterin auf der LGS - mir irgendwas kalt ins Genick, eine feuchte „Aussprache“ hatte sie auch. Aber dafür konnten die vielen Landschaftsbauer auf der LGS ja auch nichts. Einige von ihnen erzählten mir, dass sie in den vergangenen Monaten auch schon viel Ärger mit besagter Dame hatten, aber wenn es dann zu Ostern endlich losgehen sollte, würde sie sich bestimmt eines besseren besinnen und bei ihrer Arbeit auch warmherziger vorgehen – davon habe ich heute Vormittag im Fernsehen auch schon gehört.
Vorbei an vielen kleinen Parzellen, schön angelegt, noch etwas trist für diese Jahreszeit. Ganz langsam kommen hier und da einige Blüten zum Vorschein, einige Knospen lassen sich erahnen und brechen auch hier und da schon auf. Im Großen und Ganzen fehlt hier, zwischen all den schönen Dingen, noch Leben. Ich vermisse Menschen, Menschen die eine LGS erst zu dem machen, was sie ist. Eine Verschmelzung von Natur und Mensch. Menschen, die sich in der Natur bewegen und sich in sie einfügen. Kinder fehlen hier. Ein großartiger Spielplatz ist geschaffen worden, der noch verwaislicht auf den Ansturm der Kinder wartet.
Viele kleine Ecken und Sitzbänke laden die Besucher zum Verweilen ein. Die Gastronomie hat ihre Zelte schon aufgeschlagen und, so scheint es, wartet auf den großen Ansturm. Über die Preise auf dieser LGS war noch nicht viel zu erfahren. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht zu hoch angesetzt wurden.
Alles in allem war es ein sehr schöner Spaziergang über die Landesgartenschau in Bad Wildungen. Hier und da wurde noch gearbeitet, im Großen und Ganzen sah alles aber schon sehr fertig aus.
Ach ja, fast hätte ich sie vergessen, meine unfreundliche Begleiterin. Sie können sich bestimmt schon denken wer es war. Genau! Mutter Natur. Sie zeigte sich in den letzten Monaten nicht nur mir finster und unfreundlich. Mit viel Schnee und Frost machte sie auch den Menschen der Landesgartenschau immer wieder Ärger – aber wie schon erwähnt: Zu Ostern soll sich die Dame mit Temperaturen bis 20° C in unser Herz schleichen und die vergangenen Monate schnelle vergessen machen.













