(openPR) Leoluca Orlando, von 1985 bis 2000 Bürgermeister von Palermo, hat sich erleichtert über die Festnahme des Mafia-Bosses Bernardo Provenzano geäußert. "Endlich ist es passiert", sagte Orlando, der lange als einer der am stärksten gefährdeten Politiker der Welt galt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das war doch eine Schande, dass dieser Mann so viele Jahre auf der Flucht sein konnte, ein Schande für ein ziviles Land wie Italien." Seine Festnahme sei so wichtig, weil Provenzano die Brücke zwischen der so genannten alten und der so genannten neuen Mafia gewesen sei. Dass Provenzano jetzt im Gefängnis sitze, sei ein großer Erfolg für den Rechtsstaat. Orlando, der gerade für die Partei "Italia dei Valori" (Italien der Werte) des früheren Staatsanwalts Antonio di Pietro (im Bündnis also mit Romano Prodi) ins Parlament gewählt wurde, sagte, in Italien müsse nun eine "Kultur der Legalität" gefördert werden.
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