(openPR) Seine Welt ist hektisch, laut und geprägt von Termindruck. Mit einer Arbeitswoche von weit über sechzig Stunden bewegt sich der Serviceleiter eines weltweit agierenden Konzerns schon seit Jahren auf der Überholspur – Freizeit- und Erholungsfaktor tendieren gegen null. Die bevorstehenden drei Tage sollen ihm helfen, diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen.
Schon bei seiner Ankunft in der Benediktinerabtei Plankstetten bei Berching erfüllt Herrn F. aus München ein befreiendes Geühl, ein Gefühl des Ankommens und der inneren Einkehr. Unberührte Natur, so weit das Auge reicht. Der Duft von Kräutern, Gewürzen und frisch gebackenem Brot des Klosterhofladens macht sich breit. Eine wohlige Atmosphäre, welche die Seele streichelt und Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt.
Kein Wunder, denn die Region um Berching – inmitten des Altmühltals – zählt mit zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden in Deutschland. Ganz besonders jetzt im Herbst. Denn die dritte Jahreszeit verleiht der idyllisch gelegenen Benediktinerabtei Plankstetten eine beinahe mystische Atmosphäre aus orange-rotem Blattwerk, weichendem Morgennebel und klarer Luft.
Ein Ort, der den nötigen Raum bietet, um dem Hamsterrad des Servicegeschäftes zu entkommen, abzuschalten, Kraft zu sammeln und den roten Faden des Lebens für sich selbst zu entdecken oder ihm intensiver zu folgen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn wie schnell kommt dieses Vorhaben immer wieder ins Wanken. Denn vieles, was das eigene Leben beeinflusst, haben weder Herr F. noch viele andere von uns nicht in der Hand. Man kann es allenfalls handhaben und alles, was eigene Unzufriedenheit erzeugt, durch eigenes Handeln ändern. Selbstmanagement – ein Begriff, der in diesem Zusammenhang Lösung verspricht und in unserer heutigen Leistungsgesellschaft regelrecht zum Trend wird.
Doch zu einem gelungenen Zeit- und Selbstmanagement gehört das Nachdenken über die Fragen „Wo komme ich her?“, „Wo liegen meine Stärken und Schwächen?“, „ Was sind meine Ziele?“ - Fragen des persönlichen Lebensweges und der Lebensplanung. Erst in der Stille des Klosters – fernab von Handyklingeln, Computer und permanentem Termindruck – gelingt vielen Menschen Selbstreflexion und die bewusste Wahrnehmung und Erfahrung von tief verankerten Wünschen, Erwartungen, privaten und beruflichen Zielen und Plänen – kurz: die intensive Beschäftigung mit sich selbst in Bezug auf den Beruf. Eben das, was die Benediktiner der Abtei Plankstetten bereits vor Jahrhunderten erkannten. Im Gegensatz zum alltäglichen Wahnsinn unserer heutigen Gesellschaft leben hier die Mönche einen gesunden und ausgewogenen Lebensrhythmus mit Zeiten der Arbeit, des Essens, des Gebetes und Zeiten fur geistige Betätigung vor. Sie gelten seit jeher als Meister der Lebensbalance, denn sie erkennen die Notwendigkeit des Raums fur eine gesunde Selbstsorge. Selbst im größten Arbeitsstress halten die Benediktiner inne, um zu sich selbst und zu Gott zu kommen. Bereits vor 1500 Jahren erfand der heilige Benedikt von Nursia mit seiner berühmten Formel von „Ora et labora“ – von Gebet und Arbeit – eine simple und zugleich geniale Lebensregel, welche die Linderung der Symptome eines unausgeglichenen Lebens vieler Angestellter und Manager verspricht.
Eben aus diesen Gründen haben sich Martin Wiesend und sein Trainingspartner-Team bewusst für diesen ganz besonderen Ort als Trainingsumfeld für das Lehrgangs-Modul Zeit- und Selbstmanagement entschieden. Denn der Erfolg eines Seminars hängt nicht allein von dessen Inhalt oder der Gruppengröße ab. Insbesondere der Trainingsumgebung – dem sogenannten Wohlfühlfaktor – kommt eine besondere Bedeutung zu. Und was eignet sich da besser als ein Kloster.
Neben dem effizienten Umgang mit Zeit und dem Aufzeigen von Wegen für eine schnellere und zuverlässigere Zielerreichung, erarbeiten sich die Teilnehmer das „Handwerkszeug“ fur ihr eigenes, individuelles Selbst- und Zeitmanagement. Und auch außerhalb der Tagungsräume können die Seminarteilnehmer in der idyllischen Umgebung Arbeit und Freizeit miteinander verbinden und vermittelte Seminarinhalte vertiefen.
Ausgedehnte Spaziergänge helfen den Seminarteilnehmern schließlich dabei, über den Sinn und Unsinn des eigenen Daseins zu reflektieren. Die Seele wird ruhig und wichtige Entschlüsse können reifen. Körper und Geist finden wieder zusammen, denn nur im Gleichklang arbeiten sie am besten. Eine Erfahrung, die auch Herr F. Während seiner persönlichen Klausur im Kloster Plankstetten macht. Als der Augenblick der Rückreise in den (Arbeits-)Alltag für ihn näher rückt, saugt er das Lebensgefühl der drei Tage hinter der Klostermauern noch einmal intensiv in sich auf und weiß: Er wird diese Zeit und Erfahrungen nicht nur im Koffer, sondern auch im Kopf mit nach Hause nehmen und bewahren.
(Susanne Amschler)









