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Aufbruchsstimmung in Sachen Building Information Modeling (BIM)

17.12.201418:15 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Aufbruchsstimmung in Sachen Building Information Modeling (BIM)
BIM-Mittelstandsforum 2014 in Hamburg
BIM-Mittelstandsforum 2014 in Hamburg

(openPR) Beim 5. BRZ-Mittelstandsforum, das Ende November in Hamburg stattfand, drehte sich alles um eines der großen Zukunftsthemen in der Bauwirtschaft: Building Information Modeling, kurz BIM. Auch wenn unter den hochkarätigen Referenten viele Aspekte teilweise kontrovers diskutiert wurden, waren sich im Ratschlag an die Forumsteilnehmer letztendlich alle einig: Fangen Sie mit BIM an, am besten heute noch!



Das 5. BRZ-Mittelstandsforum war ein Forum der Rekorde: mehr als 220 Besucher lauschten den insgesamt 14 Vorträgen führender Fachexperten, Vorstände, Geschäftsführer und Digitalisierungspioniere aus großen und kleinen Unternehmen, Branchenverbänden und der Politik – und das mit im Vergleich zum letzten Forum kürzeren Redezeiten und komprimierter Fachkompetenz. Im traditionsreichen Hamburger Hotel Atlantic Kempinski konnten sich die Teilnehmer fernab vom Trubel ihres Alltags einem Thema widmen, das nach einhelliger Expertenmeinung die deutsche Bauwirtschaft in den kommenden Jahren nachhaltig verändern wird: Building Information Modeling.

Mit dem Mittelstandsforum will BRZ den zahlreichen ungeklärten Fragen und Vorurteilen begegnen, die das ohnehin schon vielerorts diskutierte Thema begleiten. „Es handelt sich weniger um eine Software“, erklärt Johannes Lunz, Gastgeber und Geschäftsführer von BRZ Deutschland, „als um eine Methode und eine neue Form der Zusammenarbeit.“ Und auch Siegfried Wernik vom buildingSMART e. V. spricht in diesem Zusammenhang von einem Kulturwandel in der Bauwirtschaft. Die intelligente Verknüpfung von Informationen, Modellen und Prozessen muss also im Kopf und nicht im Computer beginnen.

In seinem Einführungsvortrag analysiert Dr. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, den Zustand der Wertschöpfungskette Bau. Mit klaren Worten und deutlichen Zahlen unterstreicht er den dringenden Handlungsbedarf. Nach der Einschätzung Prof. Dr. Ralf-Peter Oepens von der BWI-Bau GmbH müsste man hierzulande dazu die Planungsqualität optimieren. Mit BIM, da sind sich nicht nur Loewenstein und Oepen einig, kann man Verbesserungen in der Phase vor der Bauausführung erreichen. „BIM ist ein Katalysator für besseres Bauen“, findet auch Dr. Jan Reinhardt und fasst damit die Erfahrungen zusammen, die er in vielen Jahren gelebter BIM-Praxis in den USA sammeln konnte. Mit Digitalisierung, Kommunikation und transparenter Planung optimiert BIM das Baucontrolling entlang der gesamten Wertschöpfungskette und verhilft allen Projektbeteiligten so zu mehr Qualitäts-, Kosten- und Terminsicherheit. Verglichen mit den USA, aber auch mit seinen europäischen Nachbarn, läuft Deutschland diesem Trend derzeit noch hinterher. Das zu ändern, haben sich BRZ und die Fachexperten des Mittelstandsforums auf die Fahnen geschrieben: Sie beleuchteten in abwechslungsreichen und inhaltlich gut aufeinander abgestimmten Vorträgen alle Facetten des Themas BIM – angefangen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen über Kommunikationsmethoden bis hin zu technischen Anforderungen an die 3D-Modelle.

Den Trend nicht verschlafen!

Ein wesentlicher Teil von BIM ist die Visualisierung von Planungs- und Bauprozessen bis hin zu Abläufen im Facility Management – wohlgemerkt vor dem ersten Spatenstich. Es mag deshalb vielleicht etwas paradox erscheinen, sich angesichts unzähliger offener Fragen an ein Thema zu wagen, bei dem es im Kern um minutiöse Vorausplanung geht. Kevin Mattiszik von der Bauwens GmbH & Co. KG findet dafür besonders klare Worte: „Wenn Sie warten, bis alle anderen mal Normen geschrieben haben […], dann können wir die Umsetzung direkt vergessen.“ Um die Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Umsetzung herauszukristallisieren, wurde auf dem BRZ-Mittelstandsforum auch die Frage nach dem „Wie“ ausgiebig erörtert.

Mit großer Erfahrung in Sachen 4D und BIM legt Prof. Dr.-Ing. Manfred Breit von der Fachhochschule Nordwestschweiz jedem Interessierten nahe, es erst einmal mit „Little BIM“ zu versuchen – also mit kleinen Schritten in Pilotprojekten anzufangen, Erfahrungen zu sammeln und die BIM-Anwendung gezielt auf- und auszubauen. Wichtig ist, sich zu informieren, zu vernetzen und auszutauschen. Mit den Möglichkeiten und den Lösungen, die zur Verfügung stehen, können bereits erste wirtschaftliche Früchte geerntet werden. Parallel dazu sind Branchenverbände und Politik gefordert, Standards und Richtlinien zu schaffen, aufzuklären und mit großen öffentlichen Projekten mutig voranzugehen.

Was hat der Kunde letztendlich davon?

Wenn alle gemeinsam auf BIM setzen, lohnt es sich am Ende auch gleichermaßen für alle. Mario Kalmuczak, Geschäftsführer bei Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, rechnet am Beispiel eines namhaften Großprojekts eindrucksvoll vor, wie am Ende vor allem auch der Kunde profitiert: Dieser bekommt, was er bestellt – und das zu den kalkulierten Kosten und innerhalb der angebotenen Frist. Mangelnde Termin- und Kostentreue sind essenzielle Themen auf jeder deutschen Baustelle, nicht nur bei den Großprojekten, die so viel mediale Aufmerksamkeit bekommen wie die nahe am Tagungsort gelegene Elbphilharmonie. Es scheint derzeit nicht alles rund zu laufen in der deutschen Bauwirtschaft; aber nach diesem Wochenende haben mindestens 220 Unternehmer eine gute Vorstellung davon, wo der Schuh genau drückt und wie BIM helfen kann.

Wenn die Podiumsdiskussion unter der Moderation des gefragten Redners und „Zukunftsmanagers“ Dr. Pero Micic eines klargemacht hat, dann dass trotz der vielen ungeklärten Fragen vielerorts bereits eifrig an der BIM-Strategie für Deutschland gearbeitet wird. Für öffentliche Auftraggeber fehlt es noch an einheitlichen Standards, Richtlinien und Strukturen. Die Deutsche Bahn führt derzeit allerdings erste Pilotprojekte durch.

Die Praxisbeiträge haben gezeigt, dass sich durchaus heute schon Chancen bieten, sich als agierender Dienstleister mit der Methode BIM Wettbewerbsvorteile zu sichern. Wer dem Expertenrat folgen und sich tiefergehend mit dem Thema auseinandersetzen will, dem legen wir die Webseite zum Forum ans Herz, auf der kurze Zusammenfassungen der Beiträge, Stimmen von Referenten sowie Teilnehmern, Bilder und vieles mehr zur Verfügung stehen: www.brz.eu/forum2014

Mit BIM hat BRZ auf dem vom Publikum sehr gut angenommenen 5. Mittelstandsforum ein Thema ins Rampenlicht gerückt, das die gesamte Bauwirtschaft beschäftigt und noch lange beschäftigen wird. Um an die vielen frischen Impulse direkt anknüpfen zu können, bietet BRZ über das kommende Jahr 2015 verteilt eine Reihe weiterer Veranstaltungen zum Thema BIM – beginnend mit den BRZ-Mittelstandsseminaren im Februar und März.

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