(openPR) Erste Begegnung der Verbandsvorsitzenden Ulrich Nies (DPRG) und Michael Konken (DJV) bei PR+plus in Heidelberg
„Qualität ist, wenn vereinbarte Erwartungen erfüllt wer-den.“ Dieses Verständnis von Qualität sollte laut DPRG-Präsident Ulrich Nies das Miteinander von PR und Jour-nalismus bestimmen.
Am vergangenen Samstag waren sich Nies und DJV-Vorsitzender Michael Konken anlässlich einer Podiums-diskussion beim Heidelberger PR-Ausbilder PR+plus erstmalig begegnet und stellten rasch viele Gemeinsam-keiten fest: Sowohl Nies als auch Konken betonten die unterschiedlichen Rollen und Funktionen von PR-Leuten und Journalisten als Teilnehmer am Kommunikations-prozess. Doch ein „distanziertes Miteinander“ sei mög-lich, so Konken, wenn sich beide ihrer Rolle bewusst seien und nicht gegeneinander arbeiten. Kopplungsge-schäfte und Schleichwerbung lehnten beide Vorsitzen-den entschlossen ab.
Der DJV-Vorsitzende bewertete die Pressearbeit von Unternehmen quasi als Impulsgeber für die Journalisten: Diese seien auf Themenvorschläge angewiesen – und nichts anderes sei eine Presseinformation. Konken for-derte eine transparente Pressearbeit ein, bei der die Köp-fe, die hinter einem Text stehen, bekannt seien: „Die Journalisten wollen Gespräche und Hintergrundinforma-tionen, jedoch nicht von irgendeiner Agentur sondern vom Pressesprecher des Unternehmens.“
Während Konken einen sicheren Umgang mit dem jour-nalistischen Handwerkszeug von Öffentlichkeitsarbei-tern einforderte, wies Nies auf die Notwendigkeit gut ausgestatteter Redaktionen für die Bewertung der eige-nen Pressearbeit hin. Eine hohe Glaubwürdigkeit und Qualität der Medien sei Voraussetzung sowohl für den Erfolg des Mediums selbst als auch für die Pressearbeit eines Unternehmens. Ein 1:1-Abdruck einer Pressein-formation bringe nichts, wenn das Medium keine Glaubwürdigkeit genieße, so der DPRG-Präsident. Er plädierte in diesem Zusammenhang für eine Art „Alliier-ten-Kontrollrat“, in dem beispielsweise eine Arbeits-gruppe „Neue Medien“ die Veränderungen im Medien-system beobachte und daraus Strategien entwickele, wie die Berufsgruppen gemeinsam handeln können. Auch wünschte sich Nies eine gemeinsame Prüfung der beste-henden Ethik-Kodizes im Hinblick darauf, ob sie noch zeitgemäß seien. „Könnte es am Ende einen Kodex über die Zusammenarbeit geben?“ fragte Nies. In diesem Zusammenhang sei ein Austausch von Presserat und Deutschem Rat für Public Relations wünschenswert, beispielsweise indem die Mitglieder der Gruppen Beisit-zer entsenden.












