(openPR) Museum für Sepulkralkultur in Kassel präsentiert Urne moi sowie weitere Produkte rund um die Gestaltung der "letzten Reise".
Schon in den 1960er Jahren stellte der berühmte Architekt Egon Eiermann fest, dass zeitgemäße und hochwertige Produkte im Bereich Bestattungskultur fehlen. Eiermann lies sich dann auch, wegen diesen fehlenden Alternativen, lieber in einem eigens von ihm entworfenen Sarg bestatten.
Rund 40 Jahre hat es nun nochmals gedauert, bis endlich genug Exponate gefunden waren, eine Ausstellung zusammenzustellen, die sich im Großen und Ganzen dem Thema Design in der Bestattungskultur widmen kann. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel rückt damit vom 8. April bis 18. Juni 2006 einen von der Moderne bisher sträflich vernachlässigten Bereich in den Vordergrund. Denn nicht nur Egon Eiermann wollte unbedingt in einem gradlinigen Sarg bestattet werden, der seiner Persönlichkeit entsprach. Viele Menschen fühlen sich mittlerweile in dem althergebrachter „Eiche rustikal“ nicht mehr aufgehoben. Doch die Alternativen sind oftmals schwer zu finden. Denn noch nicht alle Bestattungsunternehmen haben erkannt, dass sensibel und durchdachte Konzepte die Trauerarbeit, und damit die Hinterbliebenen, unterstützen können.
Die Kaufentscheidung für Bestattungsprodukte ist keine Alltagsangelegenheit – und im akuten Trauerfall fehlt es oft an Zeit und Kraft, sich intensiv mit der Auswahl eines Sarges zu beschäftigen oder über alternative Trauerrituale nachzudenken. Es ist somit sicherlich kein Fehler, sich diesem Thema schon mitten im Leben zu nähern – zum Beispiel mit einem Besuch dieser Ausstellung, in der unter anderem die Urne moi der Herforderin Martine Moineau präsentiert wird. Als erstes Produkt aus der Bestattungskultur überhaupt, wurde die Urne mit weltweit renommierten Designauszeichnungen prämiert. Neben dem „red dot: product design“ erhielt moi eine Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und setzt mit diesen Gütesiegeln und ihrem klaren und zeitlosen Design Maßstäbe in Qualität und Gestaltung.
„Obwohl der Tod alle Menschen betrifft und uns der Tod auch ständig medial begleitet, haben viele Menschen oft nicht die Gelegenheit sich natürlich und einfühlsam dem Thema Trauer zu nähern. Ich möchte mit meinem Urnenkonzept dazu beitragen, Menschen diese Berührungsangst zu nehmen“, so die Designerin und Architektin Martine Moineau über ihr Produkt, das ein ganz besonderes Innenleben hat. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Urnen, die innen oft so unansehnlich sind, dass Angehörige sie nicht offen zu sehen bekommen, vermittelt hier hochwertiger Wollfilz Wärme und Geborgenheit.
Die schwarze Holzurne in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Das hohe Modell ermöglicht die Aufnahme von zwei Aschekapseln. So kann der Wunsch vieler Menschen erfüllt werden, gemeinsam mit dem Lebenspartner zu verbleiben.
Parallel zu „Dernier cri“ findet vom 10. März bis 25. Juni 2006 eine zweite Ausstellung unter Mitwirkung von Martine Moineau statt. Das Museum MARTa in Herford präsentiert Stuhl feuille in der Ausstellung „Grenzüberschreiter - Kunst als Möbel im Widerstand“.











