(openPR) Arthur Schopenhauer hat einmal geäußert: „Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollständige Ästhetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.“ Das ist wohl wahr. Aber man braucht selbst keine Kunstwerke schaffen zu können, um sie schätzen zu können.
Was sind überhaupt Kunstwerke?
Nüchtern betrachtet handelt es sich um von Menschen geschaffene Gegenstände, im Gegensatz zu allem, was uns die Natur bietet. Hinzukommen muß aber noch eine Anmutung, die einen Gegenstand als Kunstwerk von allen anderen Gegenständen unterscheidet. Die ist aber subjektiv; der eine mag einen Gegenstand als Kunstwerk bezeichnen, der andere nicht. Die Ästhetik bleibt dabei umstritten oder ganz aus dem Spiel.
Emile Zola betont die Subjektivität der Anschauung bei der Frage, ob ein Gegenstand Kunstwerk ist oder nicht, indem er definiert: „Ein Kunstwerk ist ein Stück Natur, gesehen durch ein Temperament.“
Ein Gemälde zum Beispiel, das in der Versteigerung mehrere Millionen Euro einbringt, ist deshalb nicht selbstverständlich auch für jeden Betrachter ein Kunstwerk. Aber es ist, solange es eine kaufkräftige Nachfrage dafür gibt, ein Investitionsobjekt und damit für den Kunsthandel interessant und für Menschen, die viel überflüssiges Geld aufbewahren möchten. Namen von Menschen, die potentielle Handelsobjekte für den Kunstmarkt schaffen, werden dabei zu Wertmarken; ihre Bilder können zu guten Preisen gehandelt werden. Auch Moden bilden sich heraus, die sich auf die Nachfrage nach bestimmten Künstlern auswirken und deren Artefakte regelrecht zu Spekulationsobjekten machen. Auch dabei bleibt die Ästhetik umstritten oder ganz aus dem Spiel.
Ästhetik spielt also für den Handelswert von Kunstobjekten keine Rolle. Geschmäcker sind ja, wie der Volksmund weiß, grundsätzlich sehr verschieden. Lessing gibt überdies zu bedenken: „Wenn wir über das Kunstwerk den Künstler vergessen können, damit ist dieser am feinsten gelobt“ und erinnert uns daran, daß Kunst zwar auch zur Ware gemacht werden kann, ihren eigentlichen Wert für den Menschen aber aus der Wirkung bezieht, die es bei ihm auslöst.
„Mit einem Kunstwerk muß man sich verhalten wie mit einem großen Herrn: nämlich sich davor hinstellen und warten, bis es einem was sage“ rät uns Schopenhauer.
Wer Freude an schönen Gegenständen hat, mag man sie unter dem Gesichtspunkt ihres Handelswertes Kunstwerke nennen oder nicht, findet auf der sehenswerten WebSite www.sammlerfreund.de Gemälde, Fotokunst und viel Anderes, Schönes, Kurioses und Seltenes. Der Sammlerfreund – die WebSite zum Sammeln und Tauschen lädt herzlich zur Besichtigung ein.
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