(openPR) In Großbritannien sind die Mitfords so bekannt, wie bei uns die Familie Mann. Sechs Schwestern, es gab einen Bruder, geboren zwischen 1904 und 1920, machten besonders in den 1930er und 1940er Jahren Schlagzeilen ohne Ende.
Nun hat die Journalistin, Susanne Kippenberger, eine Biographie vorgelegt, in deren Mittelpunkt sie Jessica Mitford stellt: „ Das rote Schaf der Familie“. - Und endlich haben auch wir Gelegenheit, dieses Kapitel englischer Gesellschaftsgeschichte, das erst vor wenigen Wochen mit dem Tod der jüngsten Schwester, der Herzogin of Devonshire, endete, kennenzulernen.
Die Mitfordlegende hat auch ein deutsches Kapitel. Zwei der sechs Schwestern, Diana und Unity, waren dem Nationalsozialismus und Hitler persönlich verfallen. Umso erstaunlicher, dass sie bei uns so unbekannt blieben. Eine aber fiel aus der Reihe: Jessica, genannt Decca, floh vor ihrer Familie nach Amerika, wurde im Gegensatz zu ihren braunen Schwestern dort eine lebenslustige Kommunistin und hochgelobte Journalistin. Dennoch entkam sie ihrer Familie nie.
Susanne Kippenberger ist nicht nur eine packend zu lesende Biographie und Gesellschaftsgeschichte gelungen, sondern vor allem ein großartiges Schwesternbuch.
Sie schreibt seit 25 Jahren für den Berliner Tagesspiegel. Wem der Name Kippenberger darüber hinaus bekannt vorkommt: Susanne Kippenberger ist eine von vier Schwestern des Künstlers Martin Kippenberger, über den sie 2007 ein gefeiertes Porträt schrieb.
Am Donnerstag, den 4. Dezember um 19:30 Uhr stellt Susanne Kippenberger „Das rote Schaf der Familie“ in der Buchhandlung Hoffmann, Peterstrasse 17, in Eutin vor.
Eintrittskarten in der Buchhandlung ( 8 Euro) oder telefonisch unter 04521-7078-0













