(openPR) Uglass, die innovative Neuheit zur Bestimmung des Ug-Wertes von Isoliergläsern, ist das Ergebnis einer Kooperation des ZAE (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung) und der Firma NETZSCH.
Das ZAE Bayern führt jährlich eine große Zahl von Projekten mit der Industrie, vom KMU bis zum Großkonzern, sowie mit universitären und außeruniversitären Forschungspartnern durch. Der Geschäftsbereich Analysieren und Prüfen der Firma NETZSCH ist bekannt für die Produktion von Geräten und Systemen für die thermische Analyse.
Bei Uglass handelt es sich um ein mobiles Gerät, welches den Ug-Wert von Isoliergläsern im Einbauzustand messen kann. Wenn bei einer Bestandsverglasung bislang Unsicherheit über den Dämmwert bestand, so musste dieser aus den Verglasungsdaten – sofern vorhanden – abgeschätzt oder die Verglasung aufwendig ausgebaut und im Labor vermessen werden. Nur bei älteren Verglasungen mit Luftfüllung und ohne low-e-Schicht lässt sich der Ug-Wert recht genau aus dem Scheibenaufbau ermitteln. Sobald aber Edelgasfüllungen oder low-e-Schichten betroffen sind, ist eine solche Abschätzung fraglich, da der tatsächliche Gasfüllgrad der Verglasung und der exakte Emissionsgrad der low-e-Schicht in der Regel nicht bekannt sind.
Das Gerät besteht aus zwei Hälften die bequem mittels Saugpumpe auf die beiden Seiten der Verglasung aufgesetzt werden. Nach Aufbringung auf die Verglasung heizt der Sensor diese einseitig auf und detektiert die Temperaturerhöhung DT auf der Gegenseite. Der zeitliche Verlauf von DT wird analysiert und daraus der Ug-Wert der Verglasung bestimmt. Die dynamische Auswertung erlaubt typische Messzeiten von nur wenigen Minuten. Mit dem neuentwickelten Ug-Wert-Messgerät lassen sich die Wärmedämmwerte aller handelsüblichen Zwei- und Dreifachverglasungen mit Ug-Werten zwischen 0,5 und 4 W/(m2K) bestimmen. Dabei können die Verglasungen sowohl senkrecht (Fenster- und Fassadenverglasung) als auch geneigt (Dachverglasung) vermessen werden.
Inzwischen hat das Messgerät den Status eines Versuchsgerätes verlassen und wird von der Firma Netzsch-Gerätebau aus Selb in Serie hergestellt und ab Oktober über eine Homepage vertrieben.













