(openPR) Freiburg, (sw). Welche Unterstützung können sich Diabetiker vom derzeitigen App-Angebot erwarten? Viele Diabetes-Apps helfen dabei, gesundheitsrelevantes Verhalten im Alltag besser umsetzen zu können. Sie klären auf über Risiken oder Möglichkeiten des Selbstmanagement von Diabetes. Nur sehr wenige geben Ermutigung und individuelles Feedback, um Nutzer beim Erreichen persönlicher Gesundheitsziele zu unterstützen. Die Initiative Präventionspartner hat in ihrem aktuellen Screening alle derzeitigen kostenlosen deutschsprachigen Diabetes-Apps (n= 24) unter die Lupe genommen, die der Google Play Store zu bieten hat. Weil Informationen, die die Gesundheit betreffen und Tipps zur Krankheitsbewältigung besonderen Ansprüchen an Vertrauenswürdigkeit und Unabhängigkeit genügen müssen, wurden alle smarten Helfer auch in Punkto Qualität und Transparenz der gesundheitsbezogenen Informationen überprüft (HealthonApp-Ehrenkodex).
Fazit: Nur sehr wenige Apps bieten ganzheitliche Unterstützung zur Krankheitsbewältigung. Immer noch sehr wenige Anbieter legen die Karten offen auf den Tisch, damit Nutzer die Vertrauenswürdigkeit und die Fundiertheit der gesundheitsbezogenen Informationen selbst einschätzen können. Angaben zur fachlichen Qualifikation der Autoren, zu den verwendeten Quellen z. B. für Grenzwerte oder Handlungsempfehlungen sowie zu den Geldgebern der kostenlosen Apps fehlen, ebenso wie die Angaben zum Datenschutz. Dabei ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass sich mit Apps sehr umfassende Nutzerprofile erstellen lassen, die z. B. an Dritte, häufig ohne das Wissen des Nutzers, verkauft werden. „Wenn Nutzer mit ihren Daten bezahlen und dafür eine App kostenlos nutzen dürfen, sollten sie darüber aufgeklärt werden und nach Abwägung des Nutzens und der Risiken für sich eine bewusste Entscheidung treffen“, so Dr. Ursula Kramer, die sich mit der Initiative Präventionspartner für die Etablierung von Qualitätsstandards in health-Apps einsetzt. „Wir wollen Verbrauchern eine Stimme geben und dazu deren bisherige Erfahrungen mit Gesundheits-Apps und die zukünftigen Erwartungen und Wünsche an die Rahmenbedingungen kennenlernen.“ Was muss sich ändern, damit Apps in Zukunft als sinnvolle Helfer in der Gesundheitsaufklärung bzw. Krankheitsbewältigung von Verbrauchern akzeptiert und genutzt werden? Noch bis zum 31.10.2014 können sich Verbraucher, Patienten, Ärzte und Apotheker aber auch die Anbieter von Gesundheits-Apps an der Online-Befragung GAPP beteiligen (Online-Fragebogen unter gapp-pv.praeventionspartner.de oder auf www.healthon.de). Alle Teilnehmer erhalten die Ergebnisse der Befragung sowie als Dankeschön eine Reihe von Testübersichten, z. B. von Pollen-Apps, Impf-Apps, Apps von Krankenkassen und Pharmaunternehmen etc..
Referenzdatenbank mit derzeit über 170 getesteten Gesundheits-Apps unter http://tests.healthon.de/app-testberichte.html
Zur Testübersicht Diabetes-Apps 10/2014: http://www.healthon.de/2014/10/23/diabetes-apps-wie-sicher-hilfreich-und-verbreitet-sind-sie/













