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Diabetes-Apps: Es werden mehr, sie werden besser

30.08.201617:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Diabetes-Apps: Es werden mehr, sie werden besser
Was können Diabetes-Apps?
Was können Diabetes-Apps?

(openPR) Seit 2013 hat sich das Angebot für die rund 7 Millionen Diabetiker in Deutschland mehr als verdreifacht auf jetzt 51 deutschsprachige, kostenlose Diabetes-Apps, die im weltweit größten App-Store Google Play derzeit angeboten werden. Konnten Apps anfänglich hauptsächlich Informationen bereit stellen und Messwerte in einem Tagebuch erfassen, geht der Unterstützungsansatz moderner Diabetes-Apps mittlerweile deutlich weiter, sie sind mit sog. Wearables (z. B. Fitnessarmbändern) oder Messgeräten (Blutdruck, Blutzucker) vernetzt, d. h. sie können Daten kabellos in die App übernehmen, was Fehler vermeidet und den Komfort für den Anwender deutlich erhöht. Beliebte Apps bieten auch die Möglichkeit, Daten mit anderen Apps auszutauschen und diese dann zentral zu speichern, was den Zugriff auf diese Daten vereinfacht, wenn der Nutzer z. B. Daten mit Angerhörigen oder Therapeuten teilen will.


Blickt man nach USA und Indien kann man erahnen, wie die Entwicklung der Diabetes-Apps weitergehen wird: Dort bieten beliebte Apps bereits Anschluss an virtuelle Selbsthilfegruppen, so dass Nutzer über GPS-Ortung z. B. auch im realen Leben Hilfe aus dem Netzwerk anderer Betroffener erhalten können, wenn z. B. Insulinspritzen ausgehen oder das Messzubehör seinen Dienst versagt und Diabetiker in räumlicher Nähe aushelfen können. Auch künstliche Intelligenz erobert dort die Diabetes-Apps, d. h. sog. Bots machen sich als Assistenten nützlich, die rund um die Uhr und überall Fragen beantworten können, nutzerbezogene Empfehlungen geben, motivieren oder z. B. erinnern an Messungen, Arzttermine, Trainingseinheiten, Medikamentenwiederbestellung etc. Auf diese Weise machen sie den Alltag von Diabetikern ein bisschen leichter.

Die Untersuchung von über 50 deutschsprachigen Diabetes-Apps zeigt, wie sich das Angebot auch qualitativ verändert: Noch immer klärt nur jede vierte App über den Schutz der persönlichen Gesundheitsdaten auf, obwohl 80 Prozent der Apps die Möglichkeit bieten, diese Daten in einem digitalen Tagebuch aufzuzeichnen. Der enorme Datenhunger zeigt sich an den Berechtigungen, die die Apps von ihren Nutzern einfordern, mehr als die Hälfte der Apps fordern hier mehr Rechte ein, als sie für die Unterstützungsfunktionen benötigen, das wirft Fragen auf und führt zu berechtigtem Misstrauen.
In der größten Datenbank mit unabhängigen Testberichten von über 520 Gesundheits- und Medizin-Apps https://www.Healthon.de/testberichte finden interessierte Diabetiker die Testberichte aller untersuchten Diabetes-Apps und können ganz einfach nach Diabetes-Apps suchen, die z. B. eine Datenschutzerklärung bieten.
In Dickicht der App-Stores die Spreu vom Weizen zu trennen und eine „gute“ Gesundheits-App zu finden, dabei unterstützt HealthOn z. B. auch mit einer Checkliste. Wollen Nutzer das individuelle Risiko einer Gesundheits-App einschätzen, das nicht nur von den Funktionen der App abhängt, sondern auch von der individuellen Zielsetzung, die der Nutzer mit der App verfolgt, können Interessierte die sog. Vertrauensklasse einer Gesundheits-App mit dieser Checkliste ermitteln. Sie werden außerdem auf die neuralgischen Punkte aufmerksam gemacht, die sie vor Nutzung der App sorgfältig überprüfen sollten.

Öffentliche Stellen, Krankenkassen, Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, die die unabhängige Arbeit von Healthon unterstützen wollen, können als Fördermitglied beitreten und so die Weiterentwicklung von unabhängigen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für digitale Gesundheitsanwendungen wie Apps und Bots fördern und auf diese Weisen den Verbraucher- und Patientenschutz stärken.

Details zur Analyse unter: https://www.healthon.de/de/2016/08/29/diabetes-apps-angebot-und-nachfrage-wachsen-qualit%C3%A4t-steigt

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