(openPR) Wer die Ausstellung von Rudolf Kley in der Filiale der Deutschen Bank auf der Königstraße in Duisburg Stadtmitte noch besuchen will, muss sich etwas beeilen. Noch bis Mitte Oktober sind die 68 Bilder dort zu sehen. Gemälde und Original-Grafiken aus 45 Jahren..Ein kleiner Rundgang auf der Homepage des Künstlers www.deapo.de kann den Besuch nur notdürftig ersetzen. Inzwischen kräht in der Ausstellung auch der "Zebra-Hahn" aus Meiderich für den MSV. Es ist überliefert, dass die alten Meidericher zu jedem Spiel einen lebenden Hahn in einem Käfig zum Fußballplatz mitbrachten.
Rudolf Kley hat für den MSV viel übrig: "Habe Fußball allerdings als Kind nur auf der Straße gespielt. Mit Fußballschuhen, weil ich dem Verein beitreten wollte. Der Wunsch hat sich selbst zerlegt, als die festen Lederstollen abgelaufen und die Schuhe zu klein waren. Geld für neue Schuhe war nicht da und außerdem war mein Talent für Fußball auch nur sehr beschränkt, so dass ich bei Tennis gelandet bin."
Als die Existenz des MSV jetzt durch die Geldsorgen bedroht war, wurde Kley wachgerüttelt."Was ist Meiderich, was ist Duisburg ohne den MSV? Man nimmt seine Existenz so einfach hin und die der vielen Abteilungen. Sonntags Morgen bin ich mit dem Traum aufgewacht, dem Verein helfen zu können, indem ich einen Anreiz zur Spende anbiete. Noch am gleichen Tag ist das Bild "Einer von 33 333" entstanden. 33 333 Bilder müssen verkauft werden. Dann ist der MSV aus dem Gröbsten raus. Jedes der Bilder wird durch den Namen des Spenders zum Original. Die Spende überweist der Spender selbst an den MSV. Einer von 33 333 kann jeder von uns sein."
Bild und Informationsblatt finden sich auch in der Ausstellung in der Deutschen Bank. Ohne Druck kann man sich in Ruhe beim Besuch für die Aktion entscheiden. Entweder es werden im Laufe der Zeit alle Bilder verkauft, dann ist jedes Bild etwas ganz Außergewöhnliches. Oder dies geschieht nur im geringen Maß, dann ist jedes Bild für sich eine Rarität. "Wenn alles klappt, dann ist dies ein Millionengeschenk der Fans an den MSV, die dafür ein Bild erhalten, das viele Spekulationen zulässt. Angefangen bei "unermesslichen" Wertsteigerungen für den Druck, der durch den eigenen Namen zum Unikat wird." So steht es auf der Rückseite der Information über die Drucke geschrieben.
Rudolf Kley hat sich sehr darüber gefreut, dass der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des MSV, Robert Philipps, die Ausstellung in der Deutschen Bank eröffnet und der Aktion im Namen des MSV viel Erfolg gewünscht hat. Das Geld wird dringend benötigt. Es liegt jetzt alles in den Händen der Fans. Es wird Zeit für einen kleinen Zwischenspurt - was die Aktion angeht- und für einen Endspurt bezüglich des Besuches der Ausstellung.
Rudolf Kley
Bahnhofstr. 134
47137 Duisburg
Tel 0203/442999
Über das Unternehmen
Rudolf Kley ist ein bekannter Duisburger Künstler. Der Maler und Aktionskünstler konnte sich seine künstlerische Unabhängigkeit durch die Ausübung des Apothekerberufes bewahren. Er wohnt und arbeitet im Ortsteil Meiderich. Dort hat er in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Kultur seines Stadtteils durch die Gründung einer Galerie, der Kulturwerkstatt Meiderich und des Meidericher Kunstmarktes gefördert, der immer noch alljährlich stattfindet. Die Künstler kommen ausDeutschland und den angrenzenden Ländern.
Seit 1980 stellt Rudolf Kley seine Malerei aus und ergänzt sie durch seine Aktionen. Bei seinen Aktionen dreht es sich um Kunstbegriffe, Qualitätsmaßstabe für Kunst und den Charakter der Preise im Kunsthandel. 1981 macht er mit seiner Aktion „Kunst ist Kohl“ bundesweit Furore. Die Aktion ist als „Parallelhappening“ zu Wolf Vostells Fluxus Zug angelegt, den Rudolf Kley mit seiner Aktion an verschiedenen Haltepunkten begleitet und dabei Vostell kennen lernt. Einem anderen Künstler, Josef Beuys, wirft Kley in einer öffentlichen Diskussion vor, Missverständnisse und Verstörung beim weniger interessierten Publikum dadurch zu erzeugen, dass er seinem erweiterten Kunstbegriff keinen Eigennamen gegeben hat. Beuys fordert ihn am Ende auf: „Mach DU es!“ 1982 ist der Duisburger mit seinen Werken erstmalig über die Galerie Scholten auf der Art13 in Basel vertreten.
1982/83 malt Rudolf Kley die längste abstrakte Bildfolge und wird 1985 in das Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Die 1100 Einzelbilder werden für die ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ angeboten und teilweise verkauft, aber erst 1985 nach der Ausstellung aller Bilder in Essen ausgeliefert. Dort wurden sie zugunsten einer Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände verkauft. Bereits in der ersten Stunde nach der Eröffnung waren 100 Bilder verkauft. Auf diese Weise gelangten seine Bilder in private und öffentliche Kunstsammlungen. Bei seiner Aktion wurde Rudolf Kley durch viele Prominente unterstützt. So kauften z.B. Johannes Rau, Götz George, Josef Krings Bilder und Hans Dietrich Genscher und Jürgen Möllemann malten unter seiner Anleitung. Für Rudolf Kley ist sein Guinnessrekord-Werk ein Plädoyer für die Freiheit seiner Malerei. Dem Betrachter will er Entwicklung seiner Malerei auf 1100 Metern nahebringen. Er fordert ihn ausdrücklich auf, es ihm gleich zu tun und selbst zum Pinsel zu greifen.
Die Republik schmunzelt, als Rudolf Kley Hunde zu hundesteuerfreien Kunstwerken erklärt. Seit 1986, seit seinem 40. Geburtstag, führt der Maler die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst ein und will den Geist von van Gogh aus einem Luftpumpenfeld aufsteigen lassen. Dieses Projekt zieht sich bis heute hin. Viele andere Aktivitäten und Aktionen bleiben aus Platzgründen unerwähnt. „Einer von 33 333!“ ist die ganz aktuelle Aktion, mit der Rudolf Kley den MSV Duisburg unterstützt.