(openPR) Stuttgart – Die Scherze zum ersten April haben ihren Ursprung wahrscheinlich in Frankreich und sind im 16. Jahrhundert nach Deutschland gekommen. Zu diesem Ergebnis kommen Kulturwissenschaftler der Universität Bonn. Forscher Gunther Hirschfelder sagte im Interview mit WILANTIS: „König Karl IX. von Frankreich soll im Jahre 1564 den Neujahrstag vom ersten April auf den ersten Januar verlegt haben und in diesem Kontext sind eben viele Menschen durcheinander gekommen und haben an diesem ersten April Dinge getan, die gar nicht üblich waren.“
Andere Deutungen gingen sogar bis in die Antike zurück: Es gebe Legenden über Jesus Christus, der an einem ersten April von Pontius zu Pilatus geschickt worden sei. Ebenso soll möglicherweise Judas, der den Jesus verraten hat, an einem ersten April geboren sein. Das sei aber historisch nicht gesichert, so Hirschfelder weiter.
Allerdings gingen die Aprilscherze immer weiter zurück. Die Forscher machen dafür das Fernsehen verantwortlich. „Das Fernsehen ist eigentlich zu einer reinen Spaßangelegenheit geworden, Comedysendungen kommen in einer so dichten Folge, dass man im privaten Bereich da kaum noch etwas entgegensetzen kann. Wir verlagern den Humor ein bisschen vom Selber-Lustigsein zum Zuschauen beim Lustigsein,“ so das Resümee.
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