(openPR) „Die Impfung ist das beste und einfachste Mittel gegen Grippe“, erklärt Dr. med. Karl Breu. „Die Herbstmonate von Oktober bis November sind die beste Zeit für eine Impfung.“
Eine Grippe (Influenza) ist eine schwere Infektionserkrankung mit zum Teil lebensbedrohlichen Folgen und nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt. Laut Bericht zur Influenzasaison 2013/2014 ist die Zahl der zusätzlichen Arztbesuche während der Influenzawelle auf 780.000 geschätzt worden. „Diese Zahl ist historisch gering und beträgt nur ein Zehntel des Wertes der außergewöhnlich starken Saison im Jahr 2012/2013“, so Dr. Breu. Diese Stärkeschwankungen im Zwei-Jahres-Rhythmus sollten zur Vorsicht für die kommende Saison mahnen. „Um das individuelle Erkrankungsrisiko zu senken, sollten alle Schutzmöglichkeiten – und damit auch die Grippe-Impfung – genutzt werden“ sagt der Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen.
Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung allen Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten, wie Diabetes oder Asthma, Schwangeren, medizinischem Personal sowie Betreuern von Risikopatienten. Bislang sind die Influenza-Impfquoten in allen Gruppen zu niedrig. Die saisonalen Impfstoffe setzen sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden Virustypen zusammen. Der Impfstoff für die Saison 2014/2015 ist in seiner Zusammensetzung unverändert gegenüber der Vorsaison. Eine erneute Impfung ist aber trotzdem wichtig, da die Schutzwirkung nur eine Saison anhält. „Nach der Impfung ist der Impfschutz in zehn bis 14 Tagen auf-gebaut“, erklärt Dr. Breu.
„Bislang konnte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gut 15 Millionen Impfstoffdosen freigeben.“ Aufgrund der unveränderten Zusammensetzung der Impfstoffe dieses Jahr hat die Chargenfreigabe durch das PEI früh beginnen können und ist weit fortgeschritten. Laut PEI stehe eine große Bandbreite von Influenza-Impfstoffen zur Verfügung. Neben den seit Jahren zugelassenen trivalenten Inaktivat-Impfstoffen und dem Impfstoff für Personen über 65 mit Wirkverstärker, gibt es in dieser Saison zwei tetravalente Impfstoffe. Bei einem dieser Impfstoffe handelt es sich um den als Nasenspray anzuwendenden Impfstoff für Kinder/Jugendliche von drei bis 17 Jahren. Weiterhin gibt es einen Zellkultur-Impfstoff für Hühnereiweißallergiker.
Eine Übersicht dieser Impfstoffe gibt es auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/influenza-impfstoffe.
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Ärzte/innen des Gesundheitsamtes unter 0881/682-1600 gerne zur Verfügung.
Darüber hinaus informiert Sie das Gesundheitsamt mit Plakaten, Broschüren, Flyern und Giveaways über Influenza, Schutzmöglichkeiten und die Impfung. Zum Besuch unserer Ausstellung während der Öffnungszeiten in der Wartezone des Gesundheitsamtes im 1. Stock des Gebäudes II des Landratsamtes Weilheim-Schongau, Stainhartstr. 7 sowie im 2. Stock der Dienststelle Schongau, Schloßplatz 1, laden wir Sie herzlich ein.
Dr. Karl Breu
Leiter des Gesundheitsamtes









