(openPR) Die Sterilisation beim Mann muss heute nicht mehr endgültig sein. Ändern sich die Lebensumstände und entsteht erneut der Wunsch nach einem Kind, besteht die Möglichkeit die Zeugungsfähigkeit wieder herzustellen. Die Urologie der KLINIK am RING ist auf die Vasovasostomie oder Refertilisierung spezialisiert. Dabei werden in einem hochmodernen mikrochirurgischen Verfahren die Samenleiter wieder miteinander verbunden. Die Erfolgsquote liegt bei 70 bis 90 Prozent.
Jedes Jahr lassen sich in Deutschland zwischen 30.000 und 50.000 Männern sterilisieren. Doch Veränderungen der Lebenssituation können dazu führen, dass Männer den Eingriff wieder rückgängig machen lassen möchten. „Grund dafür ist meist ein Kinderwunsch in einer neuen Partnerschaft.“, sagt Dr. Stephan Neubauer. Seit mehr als 15 Jahren führt der Facharzt für Urologie und urologische Chirurgie bei Männern, die nach vorangegangener Sterilisation ihre Zeugungsfähigkeit wiedererlangen wollen, die Vasoavasostomie durch. Ziel der Operation ist es, die durchtrennten Samenleiter wieder zu verbinden und für Spermien durchgängig zu machen. „Die Chance wieder fruchtbar zu werden, ist gerade in den ersten Jahren nach Sterilisation so gut wie sicher“, so der Urolo-ge. Liegt die Vasektomie 10 bis 15 Jahre zurück beträgt sie immerhin noch 70 Prozent.
Feinstarbeit unter dem Mikroskop
Die Vasovasostomie ist Feinstarbeit. Operationsgeschick und Fingerspitzengefühl sind gefragt, um die nur einen halben Millimeter großen Öffnungen der Samenleiter wieder zu verbinden. Der Kölner Spezialist arbeitet dafür mit einem hochmodernen, stark auflösenden Operationsmikroskop. Unter starker Vergrößerung vernäht der Chirurg die Samenleiter mit sehr feinen, für das bloße Auge nicht sichtbaren Fäden. Das Ganze erfolgt in einer speziellen, mehrschichtigen Nahttechnik. „Die hohe Auflösung ermöglicht uns, besonders präzise zu arbeiten und damit den Erfolg des Eingriffs noch weiter zu erhöhen“, sagt Dr. Neubauer.
Doch bevor es so weit ist, wird der Hodensack zunächst durch zwei kleine Hautschnitte geöffnet, die Samenleiter freigelegt, angeschnitten und das Narbenge-webe entfernt. Dabei tritt aus den Enden der Samenleiter Spermaflüssigkeit aus, die aufgefangen und noch während der OP unter dem Mikroskop auf funktionsfähige Spermien hin überprüft wird. Gleichzeitig wird der untere Teil des Samenleiters auf seine Durchgängigkeit geprüft. Nach dem Verbinden der Samenleiter werden nur noch die Hautschnitte am Hodensack vernäht. Zurück bleiben zwei unauffällige Narben. Schon wenige Stunden nach der Operation, die anders als die Sterilisation unter Vollnarkose stattfindet, können die Patienten in der Regel wieder nach Hause entlassen werden.
Nach ungefähr sechs bis acht Wochen erfolgt die Probe aufs Exempel: Zum ersten Mal überprüft der Urologe anhand eines Spermiogramms den Erfolg des Eingriffs. „Befinden sich in dem Ejakulat funktionsfähige Spermien, ist dies ein Beweis für die Durchgängigkeit der Samenleiter“, erläutert Dr. Neubauer. Jetzt ist nur noch Geduld gefragt: In der Regel dauert es 6 bis 12 Monate, bis mit einer Schwangerschaft gerechnet werden kann.











