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L-Bank-ifo-Konjunkturtest im April 2003

(openPR) Aktuelle Lage wird etwas besser beurteilt

Die bereits im Vormonat beobachtete Eintrübung des Ge-schäftsklimas in der gewerblichen Wirtschaft Baden-Württembergs hat sich im April verstärkt. Nach den Ergebnissen des L-Bank-ifo-Konjunkturtests resultierte diese Entwicklung al-lein aus einer Verschlechterung in den Geschäftserwartungen. Dagegen nahm die Unzufriedenheit in den Urteilen zur aktuellen Lage geringfügig ab. Anzeichen für eine eindeutige Wende zum Besseren sind damit in Baden-Württemberg - wie auch in Deutschland - jedoch weiter ausgeblieben. Die sich im zweiten Halbjahr 2002 abzeichnende wirtschaftliche Erholung dürfte vor-erst kaum noch weitere Fortschritte machen.



Im verarbeitenden Gewerbe konzentrierte sich die wieder ungünstigere Einschät-zung der nächsten Monate auf die Gruppe der Investitionsgüter-produzenten. Dagegen hellten sich in den anderen Bereichen dieses Sektors die Perspektiven auf. Das Bauhauptgewerbe be-urteilte seine weiteren Aussichten noch pessimistischer als bis-her. An der unbefriedigenden Lage des Großhandels hat sich wenig geändert, bezüglich der kommenden Monate ließ die Skepsis jedoch nach. Der Einzelhandel bewertete seine aktuelle Situation wieder negativer. In seinen Geschäftserwartungen schwächte sich der Pessimismus jedoch erneut etwas ab.

Auch in Deutschland setzte sich die Verschlechterung des Ge-schäftsklimas im April fort. Wie in Baden-Württemberg resultierte sie vor allem aus der Eintrübung der Geschäftserwartungen, ein Ende der Konjunkturflaute ist damit noch nicht in Sicht. So rech-nete das verarbeitende Gewerbe erneut mit einer eher ungünsti-geren Entwicklung, im Bauhauptgewerbe verstärkte sich der Pessimismus wieder. Der Großhandel beurteilte seine Ge-schäftslage zwar nicht mehr ganz so negativ wie in den zurück-liegenden Monaten, veränderte aber kaum seine skeptische Mei-nung zu seinen Perspektiven. Im Einzelhandel dominierten die negativen Urteile zur aktuellen Situation wieder deutlicher als zuletzt, während sich die pessimistischen Geschäftserwartungen etwas aufhellten.

Eintrübung der Geschäftserwartungen im verarbeitenden Gewerbe

Die allgemeine Geschäftslage des verarbeitenden Gewerbes hat sich etwas erholt. Das Konjunkturbild wurde aber durch eine schwächere Nachfrage getrübt, die zudem zu einer negativeren Beurteilung der Auftragsreserven führte. Die Aufträge sicherten Ende März eine durchschnittliche Produktion von zweieinhalb Monaten und lagen damit knapp über dem Niveau vom Dezem-ber letzten Jahres (2,4 Monate). Die Auslastung der Produkti-onsanlagen ist im ersten Quartal nochmals geringfügig gestiegen und zwar von 82,9 Prozent auf 83,3 Prozent. Der im September registrierte Wert von 82,3 Prozent markierte offensichtlich einen konjunkturellen Tiefstand.

Eine weitere Erholung scheint nun aufgrund sich eintrübender Geschäftserwartungen wieder un-wahrscheinlicher zu werden. Nur noch verhalten positiv wird das Exportgeschäft eingeschätzt. Der Datenlage entsprechend gilt jedoch nach wie vor das Prinzip Hoffnung. Zu den insgesamt ne-gativeren Signalen trugen nämlich im Wesentlichen nur die un-günstigeren Einschätzungen der Investitionsgüterproduzenten bei, die vermutlich überzeichnet sein dürften. In den anderen Be-reichen melden sich Aufhellungstendenzen bemerkbar. Produkti-onseinschränkungen waren noch vorgesehen, wenngleich mit abnehmender Tendenz. Die Personalpläne blieben allerdings abwärts gerichtet.

Geschäftsaussichten im Bauhauptgewerbe verschlechtern sich weiter

Im Bauhauptgewerbe hat sich die Lage vorerst nicht weiter ver-schlechtert. Die Auftragssituation verbesserte sich sogar etwas. Allerdings äußerten noch drei Fünftel der Baubetriebe Kritik an zu niedrigen Auftragsbeständen. Deren Reichweite hat erneut geringfügig zugenommen. Sie war mit durchschnittlich 2,3 Pro-duktionsmonaten beinahe so hoch wie ein Jahr zuvor. Behinde-rungen der Bauproduktion waren - nachdem widrige Witterungsverhältnisse jahreszeitlich bedingt stark an Einfluss verloren haben - nun wieder hauptsächlich auf Auftragsmangel zurückzuführen. Davon betroffen sind knapp zwei Fünftel der Firmen. Dies sind ähnlich viele wie zur gleichen Zeit des Vorjah-res. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten erhöhte sich, mit (saison- und witterungsbereinigten) 61 Prozent wurde das Vorjahresniveau erreicht. Die Geschäftsaussichten für die kom-menden sechs Monate wurden erneut ungünstiger eingeschätzt. Der Personalabbau wird sich den Planangaben zufolge kaum verlangsamen. Die Testergebnisse deuten darauf hin, dass die Baupreise auch in den kommenden Monaten eher noch nachge-ben dürften.

Großhandel sieht wieder etwas freundlicher in die Zukunft

Die Unzufriedenheit des Großhandels über die Geschäftslage ging im April nur wenig zurück. Bei leicht steigender Nachfrage ließ der Lagerdruck nach. In den Geschäftserwartungen setzten sich die Aufhellungstendenzen nach der Unterbrechung vom Vormonat nur zögerlich fort. Die immer noch vorhandenen Risi-ken bezüglich der künftigen Entwicklung und der nach wie vor zu hohe Warenbestand bestärkten die Firmen offensichtlich darin, ihre restriktive Bestellpolitik vorerst beizubehalten.

Verschlechterte Geschäftslage im Einzelhandel

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