(openPR) Orthopädische Universitätsklinik nimmt EOS in Betrieb / Revolutionäres Röntgensystem liefert optimale Bilder bei stark reduzierter Strahlendosis
Frankfurt am Main, 19. September 2014. Als einzige Universitätsklinik in Deutschland verfügt die orthopädische Fachklinik Friedrichsheim über EOS, ein revolutionäres Röntgensystem. Es liefert diagnostische Spitzenqualität bei sehr geringer Strahlung. Jetzt ist das Gerät installiert, die Betriebsgenehmigung liegt vor, und das Untersuchungsteam der Klinik ist umfassend geschult worden. „Wir konnten deshalb nun bereits die ersten Patienten erfolgreich untersuchen“, berichtet Dr. med. Andrei Slavici von der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt am Main.
EOS bietet sowohl den Patienten wie auch den Ärzten entscheidende Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenuntersuchungen, berichtet Dr. Slavici, der zum EOS-Team der Fachklinik Friedrichsheim gehört. Von der innovativen Untersuchungsstation, fasst Dr. Andrei Slavici zusammen, profitieren Patienten gleich mehrfach: Es liefert präzise Informationen für eine Behandlung, es erlaubt eine optimale Therapiekontrolle und reduziert die Strahlenbelastung erheblich. „EOS ist ein weiteres Beispiel für die hohe Qualität in unserer orthopädischen Fachklinik“ unterstreicht deshalb die Ärztliche Direktorin und Geschäftsführerin des Hauses, Univ.-Prof. Dr. Andrea Meurer und ergänzt: „Es gibt nur ganz wenige Kliniken, die ihren Patienten solch eine hochwertige Diagnostik bieten können.“
EOS ist dabei mehr als ein Röntgengerät: Es ist eine komplette Untersuchungsstation in Form einer Kabine. Die Funktion basiert auf einer mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Technik. Und das Besondere an EOS ist auch: Der Patient steht aufrecht, im Gegensatz zum anderen Verfahren wie CT und MRT, wo er liegt. Weitere Vorteile sind: Die Untersuchungszeit für Patienten ist kürzer, und im Vergleich zur Computertomographie ist EOS strahlenärmer und auch kostengünstiger. EOS gibt es bislang nur an drei Kliniken in ganz Deutschland.
An einem Beispiel aus der Praxis erläutert Dr. Slavici die Möglichkeiten der neuen Untersuchungstechnik: So ist es mit EOS möglich, vor allem eine komplette Darstellung der Wirbelsäule und der Gelenke an den Beinen zu erhalten. Das ist in der Orthopädie deshalb besonders wichtig, weil die Beine das gesamte Gewicht eines Menschen tragen und im Falle von Abweichungen und Krankheiten dort große statische Probleme auftreten können. Und eine Mehrbelastung von einzelnen Gelenkteilen kann Einfluss auf den gesamten Körper haben. Im Übrigen kann EOS auch Ganzkörperaufnahmen in kürzester Zeit anfertigen.
Der Patientennutzen liegt mit EOS klar auf der Hand, berichtet Dr. Slavici: „Wir können mit dieser innovativen Technik viele Fragen beantworten, die vorher so nicht zu lösen waren.“ Ganz entscheidend ist laut Dr. Slavici, dass die Bilder bei EOS am stehenden Patienten erstellt werden. Das heißt: „Wir können die Beine und die Beinachsen der Patienten in einem das Körpergewicht tragenden Zustand aufnehmen.“ EOS macht so die Diagnose-Ergebnisse realistischer. EOS ermöglicht zugleich eine 3D-Rekontruktion von Knochen und liefert damit Informationen, die die Ärzte so vorher nicht hatten. Die Untersuchungsstation stellt deshalb wirklichkeitsnahe Ergebnisse für die folgende Therapieplanung zur Verfügung.
Das gilt zum Beispiel auch für Patienten, die schon eine Hüftprothese erhalten haben und weiter unter Problemen leiden. Da zeigt EOS zum Beispiel, ob der Fehler in der Pfanne liegt. „In einem klassischen Röntgenbild kann man die Drehung der Hüftpfanne nach vorne und hinten nicht bestimmen. Aber das geht hervorragend mit EOS“, macht Dr. Slavici den Unterschied deutlich.
Im nächsten Schritt soll der Einsatz von EOS auch für Kinder möglich sein. Dies ist derzeit nur bei einigen Krankheitsbildern möglich, da noch einige Vorbereitungen notwendig sind. Dann allerdings werden auch die jungen Patienten profitieren. Warum, erklärt Dr. Andrei Slavici so: „Wenn ich ein Kind mit einem ungesunden Gangbild habe und nicht sicher weiß, wo das herkommt, ob der Fehler im Gelenk selbst liegt oder der Schenkelhals keine normale Position einnimmt oder die Drehung des Schienbeins zu stark ist – dann kann mir EOS genau sagen, wo der Fehler liegt. Das Gerät macht mir zwar keinen Therapievorschlag, aber es kann mir genau die Stelle anzeigen, wo ich die Therapie ansetzen muss.“
Das bedeutet konkret: „Wir hatten ein Mädchen als Patientin mit einer sehr starken Fehlstellung der Beine“, berichtet Dr. Slavici: Die Beine waren aber vermeintlich gerade, und die Kniescheiben befanden sich in einer neutralen Stellung; dennoch waren die Füße komplett nach innen gedreht. Erst EOS zeigte, dass ein Drehfehler in den Schienbeinen vorlag.







