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Mit Gefühl oder lieber mit Verstand?

29.03.200611:58 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Mit Gefühl oder lieber mit Verstand?
Professor Dr. Klaus Brankamp
Professor Dr. Klaus Brankamp

(openPR) Autofahren ohne Tacho? Natürlich geht das, aber es geht nicht gut. „Was für die Straße gilt, lässt sich auf die Produktion übertragen“, analysiert Professor Dr. Klaus Brankamp. „Die Maschinen laufen zwar, doch sie würden viel besser laufen, wenn alle Werker die richtigen Infos hätten.“ Moderne Messinstrumente für Maschinen sind daher ein Muss, so der Fertigungsexperte.

Ohne den Straßburger Erfinder Otto Schulze würden wir noch immer ganz anders Auto fahren. Wie schnell wir unterwegs sind? Oder wie lang der Bremsweg ist? Keine Ahnung. Otto Schulze hat im Oktober 1902 den Tachometer erfunden. Bei dem stetig zunehmenden Verkehr und den steigenden Geschwindigkeiten war schon damals das „biologische Fahrerinformationssystem“ – der Mensch mit seinen sechs Sinnen – einfach überfordert. Mit dem Tacho konnten die Autofahrer das Tempo ihres Fahrzeugs genau kontrollieren und die empfindlichen Autos vor Überlastung schützen. Heute ist das Fahren ohne aktuelle Fahrzeuginformationen undenkbar. Längst gehören auch Bordcomputer, Navigationssysteme und Wartungsinformationen zum Standard.

Keine Informationen für den Werker
Ganz anders geht es erstaunlicherweise bis heute in vielen Produktionsbetrieben zu. „Obwohl die Werker hier an teuren Maschinen enorme Kräfte, hohe Hubzahlen und Fertigungsgeschwindigkeiten kontrollieren müssen, fehlt der ‚Tachometer’“, kritisiert Professor Klaus Brankamp, Gründer und Geschäftsführer der BRANKAMP System Prozessautomation GmbH. Das Unternehmen aus Erkrath bei Düsseldorf ist Pionier und Weltmarktführer für ProcessMonitoring-Systeme. „Diese Systeme können den Werker bei seiner Arbeit aktiv unterstützen. Allzu oft sind aber beim Einrichten, Anfahren und während der Produktion Fingerspitzengefühl, ein gutes Ohr und viel Erfahrung noch immer die einzigen Hilfsmittel.“ Dabei müssen die Bediener aber nicht nur Gas, Bremse, Kupplung und Lenkung koordinieren: Eine moderne Flachbackenwalze etwa verfügt über eine Vielzahl von Einstellschrauben, die sich gegenseitig beeinflussen.

Nur wirklichen Experten gelingt es, eine solche Anlage zielgerichtet wiederholgenau einzustellen. Aber produziert die Walze dann auch im optimalen Bereich? Professor Klaus Brankamp: „Lehrenhaltige Gewinde lassen sich auch mit einer Einstellung fertigen, bei der die Werkzeuge einem extrem hohen Verschleiß unterliegen. Die Folge sind hohe Maschinenstillstandszeiten oder geringere Produktionsgeschwindigkeiten.“ So wichtig die Erfahrung des Werkers in der Praxis also ist, so sicher ist, dass Spitzenleistungen allein damit auf Dauer nicht zu schaffen sind. Denn Geschwindigkeit ist in der Industrie ein entscheidender Faktor. Nur das maximale Tempo sichert den Erfolg und das wirtschaftliche Überleben.

Schnellere Einricht- und Umrüstprozesse
Besonderes Potenzial schlummert in rascheren Einricht- und Umrüstprozessen. Innovative Unternehmen rund um den Globus nutzen deshalb die Möglichkeiten, die in der heutigen Messtechnologie für die Fertigung stecken. So genannte ProcessMonitoring-Systeme, die durch Sensoren die wesentlichen Parameter und Kräfte der Maschine erfassen und visualisieren, sind ein optimales Tool bei der Einstellung. Mit ihnen lässt sich beispielsweise die Spureinstellung an Gewindewalzen einfach und bequem optimieren. Ein Mess-System erfasst dabei die Ist-Situation und dirigiert den Einrichter zielsicher zur optimalen Einstellung. Grundlage für diese Technologie ist ein patentierter Sensor, den BRANKAMP gemeinsam mit dem führenden Maschinenhersteller E.W. Menn entwickelt hat. „Der Sensor misst exakt die Spurenlage zwischen festen und beweglichen Walzbacken. Der Werker kann über einen einzigen Knopf die Spurlage ganz präzise justieren“, so Prof. Dr. Klaus Brankamp. Das Verfahren wird ebenso wie die Absolutkraftmessung an Gewindewalzen, die dem Werker erstmals beim Einrichten einen echten „Tachometer“ an die Hand gibt, auf der Fachmesse „wire“ in Düsseldorf präsentiert.

Das Zusammenspiel der Faktoren – schnelleres Einrichten, längere Laufzeiten, weniger Stopps – birgt ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Das lässt sich leicht mit dem Erfahrungskurveneffekt belegen. „Mit der Verdoppelung der kumulierten Produktionsmenge gehen die Stückkosten nämlich um 20 – 30 Prozent zurück“, rechnet Experte Klaus Brankamp vor. „Im Klartext: Unternehmen mit einer höheren Produktionsgeschwindigkeit erlangen einen kaum mehr einholbaren Kostenvorteil.“ Selbst wenn man unterstellt, dass ein anderes Unternehmen die gleiche Menge produzieren kann, hat das schnellere Unternehmen gewaltige Kostenvorteile.

„If you can’t measure it, you can’t manage it“, hat der kürzlich verstorbene US-amerikanische Professor Peter F. Drucker, Pionier moderner Management-Theorien, einmal gesagt. Professor Klaus Brankamp, der an der RWTH Aachen im Fachgebiet „Planung und Entwicklung neuer Produkte“ lehrt, stimmt uneingeschränkt zu: „Die Fertigungssteuerung via Bauchgefühl muss dringend durch moderne Werkerinformationssysteme – eben den ‚Tachometer’ an der Maschine – ergänzt werden. So lassen sich neue Potenziale zur Effizienzsteigerung erschließen, die die internationale Konkurrenzfähigkeit deutlich erhöhen.“

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