(openPR) Wird in der Reha zu sehr nach Gießkannenprinzip gearbeitet? Wird es die Reha, wie wir sie heute kennen, im Jahr 2020 überhaupt noch geben? Zwei provokante Fragen, die gestern Abend im zweiten DEGEMED-Dialog in Berlin gestellt wurden und für Diskussionen sorgten. Einigkeit herrschte darüber, dass es zwingend notwendig ist, die Rehabilitation als Komplexleistung zu modifizieren und zu individualisieren.
„Nicht jeder braucht einen Töpferkurs“, so Dr. Roy Kühne, MdB und Mitglied des Gesundheitsausschuss, in der Diskussionsrunde. Aber wer ihn brauche, solle ihn auch bekommen. Dafür sei es nötig, indikationsspezifische Angebote abgestimmt auf jeden einzelnen Rehabilitanden zu erstellen. Der Mensch als Ganzes sei zu betrachten und nicht nur als Summe seiner Symptome.
„Die Erhaltung der Reha als Komplexleistung ist dringend notwendig“, fordert Dr. Manju Guha, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR). „Auch wenn die Behandlung in Zukunft viel individueller als heute erfolgen muss, die Reha mit Ihren Kernaufgaben wird bleiben.“ so Guha weiter.
„Die medizinische Reha muss selbstbewusst ihren Mehrwert als Komplexleistung gegenüber Einzelleistungen darstellen. Dafür muss die Branche in die Offensive gehen. Wenn das gelingt, steht die Reha vor einer Renaissance.“, meint Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED.
Der DEGEMED-Dialog ist Bestandteil der Kampagne „Meine Reha – Mein Leben“. Mit dieser im Frühjahr gestarteten Kampagne setzen sich DEGEMED und zahlreiche Unterstützer für die Zukunft der Reha ein.
Der nächste DEGEMED-Dialog findet am 04.11. in Berlin statt.








